Kunst gegen Kolonialismus

Lange Zeit stellten Straßennamen im Afrikanischen Viertel des Berliner Weddings wie Kongostraße, Togo- oder Kameruner Straße nur eine Reminiszenz an historische Zeiten dar. Nachtigalplatz und Petersallee klangen für die Anwohner unverfänglich. Erst seit den achtziger Jahren hat eine Initiative von Afrikanerinnen und Afrikanern auf den historischen Zusammenhang und die koloniale Bedeutung der Straßennamen aufmerksam gemacht. weiterlesen…

Ausstellung: Zwischen Emanzipation und Assimilation

Lange haben wir auf die Eröffnung unserer Ausstellung gewartet.Jetzt ist es soweit. Ab dem 28. April 2022 können Sie sich Fotos und Biographien von zwölf Künstlerinnen und Künstlern aus Tiergarten im Meerbaumhaus ansehen. Wir haben mit ihrer Auswahl versucht, einen Ausschnitt aus dem kulturellen Leben zwischen Kaiserreich und Zwanziger Jahren hier in Tiergarten lebendig werden weiterlesen…

Begegnung vor der Akademie der Künste Berlin

Ein Spaziergang im März 2022 führt zu einer überraschenden Begegnung vor der Akademie der Künste.Davor steht ein Bauwagen, darauf ein kleines Türmchen, goldene Kuppel, russisch-orthodoxes Kreuz. Das macht neugierig.Ein Aufsteller daneben informiert zu der nicht fertig gewordenen Installation von Sasha Kurmaz, einem ukrainischen Künstler, der in Berlin schon mehrfach mit seinen Werken präsent gewesen ist. weiterlesen…

Eine ungarische Zeitzeugin aus Auschwitz

Eva Fahidi-Pusztai ist mittlerweile 96 Jahre alt und berichtet immer noch von ihren bedrückenden Lebenserfahrungen. Nach einer glücklichen Kindheit in Debrecen wird sie 18jährig als Jüdin mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie als arbeitsfähig eingestuft. Ihre Familie wird sie aber nie wiedersehen. Über das KZ Buchenwald gelangt sie schließlich in eine Munitionsfabrik weiterlesen…

Erinnerung an Cordoba

. Der Baunetz Newsletter berichtete im vergangenen Dezember über einen Moschee-Neubau in Cambridge / UK, der wirklich erwähnenswert ist und deshalb auch 2021 mit dem RIBA.National Awards ausgezeichnet wurde. Die 2019 eingeweihte Zentralmoschee dient in der bekannten Universitätsstadt einer ausgesprochen vielfältigen muslimischen Gemeinde. Dieser Tatsache versuchten die Entwürfe auf unterschiedlichste Weise Rechnung zu tragen. Marks weiterlesen…

Paul Celan – Weihnachten in Berlin

Bis heute herrscht in der Celan-Forschung bei einem bestimmten Datum Unklarheit: Entweder am 9. oder am 10. November 1938 hielt sich der 17-jährige Jude Paul Antschel aus Czernowitz in der Bukowina zum ersten Mal in Berlin auf.(1) Er sollte sich später Paul Celan nennen und zu einem weltberühmten Dichter werden. Es war nur ein kurzer weiterlesen…

Hommage für Fritzi Massary

:Die Neuinszenierung in der Komischen Oper von Oskar Straus Operette Eine Frau, die weiß, was sie will! stellt auch eine Hommage für die frühere Operettenkönigin Fritzi Massary dar. Barrie Kosky knüpft hier an seine Neuinszenierungen bekannter, aber mittlerweile in Vergessenheit geratener Operetten wie Ball im Savoy, Die schöne Helena oder Die Perlen der Cleopatra an.. weiterlesen…

Das Witness Stone Projekt

Gunter Demnigs europaweites Kunstwerk der Stolpersteine hat die Begründer des Witness Stone Projekt in den USA zu einem ähnlichen Unternehmen angeregt. Hier stehen die Schicksale der AfroamerikanerInnen im Mittelpunkt.Dennis Culliton unterrichtet als Lehrer an einer Middle School in Guilford in Connecticut / USA. Mehrere Jahre suchte er nach Wegen, seinen SchülerInnen die Geschichte der Sklaverei weiterlesen…

Dani Karavan in Tiergarten

.Dani Karavan ist Ende Mai in seiner Heimatstadt Tel Aviv neunzigjährig gestorben. Mit Tiergarten verbinden den israelischen Künstler zwei recht bekannte Werke, wobei das Denkmal für die ermordeteten Sinti und Roma in letzter Zeit in die Schlagzeilen geraten ist. Die Deutsche Bahn plant einen Tunnel am Reichstag vorbei, der bis jetzt auch dieses Denkmal berührt weiterlesen…

Zum Gedenken an den Warschauer Ghettoaufstand 1943

Beginn des Warschauer Ghettoaufstand am 19. April 1943. Zum Ghettoaufstand schrieb Czesław Miłosz dieses bekannte Gedicht,in dem er die Zwispältigkeit, ja Zerissenheit in der damaligen polnischenGesellschaft zeigt. Czesław Miłosz: Campo di Fiori In Rom auf dem Campo di FioriKörbe Oliven, Zitronen,Wein fließt über das PflasterZwischen den Blumenresten.Rosige Früchte des MeeresSchütten die Händler auf Tische,Bündel von weiterlesen…