Die vergessene Schuld

Erst 1982 hat Bundeskanzler Helmut Schmidt für die Bundesregierung den Genozid an Sinti und Roma offiziell anerkannt. Solange wurde die Diskriminierung dieser Minderheit auch institutionell über das Jahr 1945 hinaus fortgesetzt. Neben dem Holokaust war das der zweite rassistisch begründete Völkermord des NS-Regimes mit ca. 500 000 Opfern. Daran erinnert jetzt Christoph David Piorkowski im weiterlesen…

2. August 1944 in Auschwitz

. Diesen Tag widmen Sinti und Roma der Erinnerung und der Trauer.In dieser Nacht wurden die letzten Menschen aus dem sogenannten Zigeunerlager in den Gaskammern ermordet.Die Berliner Kinderärztin Lucie Adelsberger hat aus eigenem Erleben die schreckliche Stille in diesem Lager am nächsten Morgen beschrieben.Als zentraler Ort für diesen Gedenktag dient Sinti und Roma das von weiterlesen…

Ein Projekt von Correctiv: “Menschen – Im Fadenkreuz des rechten Terrors.”

In Zusammenarbeit mit elf Regionalmedien und dem WEISSEN RING e.V. hat Correctiv dieses Projekt in Angriff genommen. 57 Menschen unterschiedlicher Profession, Herkunft und Bekenntnis fanden sich auf sogenannten Feindeslisten, die Neonazis und Rechtsextreme angelegt haben. Sie sollen hier aus der Anonymität heraustreten können. Es stehen aber noch mehr als 20 000 andere Menschen in Deutschland weiterlesen…

Das Witness Stone Projekt

Gunter Demnigs europaweites Kunstwerk der Stolpersteine hat die Begründer des Witness Stone Projekt in den USA zu einem ähnlichen Unternehmen angeregt. Hier stehen die Schicksale der AfroamerikanerInnen im Mittelpunkt.Dennis Culliton unterrichtet als Lehrer an einer Middle School in Guilford in Connecticut / USA. Mehrere Jahre suchte er nach Wegen, seinen SchülerInnen die Geschichte der Sklaverei weiterlesen…

Der Jüdische Friedhof in Nowy Sącz – Jakub Müller hat ihn gerettet

Bei einem Besuch von Nowy Sącz /Woiwodschaft Małopolska lohnt es sich den kurzen Weg aus der Altstadt heraus nach Norden zu machen. Dort liegt der große Jüdische Friedhof in der ul. Rybacka.Seine Größe und seine ursprüngliche, dichte Belegung entsprach dem jüdischen Bevölkerungsanteil von Nowy Sącz – in der Zwischenkriegszeit ein Drittel der Einwohnerschaft. Während der weiterlesen…

Unsere Angst vor dem Maulwurf-Wächter

Ein heute noch beunruhigendes Gedicht von Czesław Miłosz . Armer Christ sieht das Ghetto Bienen umbauen die rote Leber,Ameisen umbauen den schwarzen Knochen,Das Zerreißen beginnt, Zertreten der Seidenstoffe,Das Zerschlagen von Glas, Holz, Kupfer, Nickel, Silber,Gipsernem Schaum, Blech, Saiten, Trompeten, Blättern, Kugeln, Kristallen –Pah! Phosphorfeuer von gelben WändenVerschlingt die menschliche und tierische Behaarung. Bienen umbauen die weiterlesen…

Rassistische Ausschreitungen in Jerusalem?

.Haaretz berichtete am 22. April 2021 über einen Zusammenstoß zwischen der rechtsradikalen jüdisch-israelischen Gruppe Lehava, der Polizei und arabischen Israelis und Palästinensern. Vorausgegangen war ein Marsch von Lehava vom Zionsplatz zur Jerusalemer Altstadt, um die”Jüdische Würde wiederherzustellen”. In den Tagen zuvor hatte es zunehmende Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen gegeben, nachdem in sozialen Netzwerken Videos auftauchten, weiterlesen…

20. April – Norbert Kubiaks Todestag

Der Stolperstein vor dem Dominikanerkloster in der Oldenburger Straße wird jetzt einige Tage wieder – frisch geputzt – glänzen. Selten bleibt hier jemand stehen, um den Text auf dem Stolperstein zu lesen. Den wenigsten wird sich auch der Text erschließen. Frater Norbert im Ordo Praedicatorum, dem Predigerorden der Dominikaner. Dort war er als Ordensbruder ohne weiterlesen…

“Fehlender Mindestabstand”

Zu Ostern hat Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland vorab einen Text im Tagespiegel veröffentlicht, der als Vorwort in dem Buch “Fehlender Mindestabstand” von Heike Kleffner und Matthias Meisner demnächst erscheinen wird.Darin setzt sich Schuster mit den Aktivitäten der sog. Querdenker und Impfgegner auseinander, in deren Gefolge sich vielfältige und häufig weiterlesen…