Der missachtete Ort

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Wenn man den Gedenkort Güterbahnhof Moabit heute besucht,
hat man an dieser Stelle nicht den Eindruck, dass sich etwas verändert hat……
Sein Zustand läßt nicht auf die Aufmerksamkeit schließen, die diesem Ort gebührte.
Im Folgenden erscheinen hier Bilder, die das leider ausreichend dokumentieren.
Zahlreiche Versuche, hier einen anderen Umgang mit der Erinnerung zu erreichen, blieben bis jetzt ohne größeren Erfolg …….

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Der Schneeräumdienst fuhr mit schwerem Gerät über den Gedenkort.
Erst auf unsere Information hin wurde das vom Bezirksamt abgestellt.

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Lidl hatte bei bereits bestehendem Denkmalschutz eine Baugenehmigung
für die Reklametafeln bekommen. Unsere Intervention im April 2018
zur Unterbrechung der Bauarbeiten gingen deshalb ins Leere.

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Die umstürzende Mauer wurde dem Bezirksamt von uns am 26.09.2020 gemeldet.
Trotz unserer mehrfachen Bitten erfolgte keine Sicherung oder Absperrung.
Die Reparatur war bis zum 12.12.2020 abgeschlossen.

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Der Kontainer wurde nach mehrfacher Information des Bezirksamtes
nach ca. 2 Monaten schließlich entfernt.

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Das Bezirksamt wurde von dem Grafitto mehrfach informiert.
Nach sechs Wochen war es schließlich
auch mit Unterstützung der Polizei beseitigt worden.

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Die Absenkung wurde nach Information des Bezirksamtes repariert.

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Die Kränze wurden nach unserer Intervention beim Bezirksamt entfernt.

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Das Bezirksamt wurde von dem Grafitto mehrfach informiert.
Nach sechs Wochen war es schließlich beseitigt worden.

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Nachdem wir das Bezirksamt von dem Grafitto informiert hatten,
wurde es in diesem Fall bereits nach zwei Wochen entfernt.

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In diesem Fall wurde der Müll ohne unsere Intervention nach einer Woche entfernt.

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Pflegezustand des Gedenkortes am 14. Juli 2021

Stand Juli 2022

Als erfreuliches Ergebnis ist jetzt festzustellen, dass der Gedenkort nach fünf Jahren regelmäßigen Mahnens und Erinnerns jetzt vom BA Mitte engmaschig gereinigt wird. Die Bewässerung der Kiefern ist sichergestellt – auch nachdem durch Neuanlage einer Wasserleitung in der Ellen-Epstein-Straße ein Hydrant in erreichbarer Nähe zur Verfügung steht. Ein weiterer Papierkorb ist angebracht, ein Schild weist Hundebesitzer auf die Leinenpflicht hin.

Seit letztem Jahr Ist auch die Firma Lidl bestrebt, Verunreinigungen des Gedenkortes, die Ihren Ursprung auf dem Lidl-Parkplatz haben, zu minimieren. Ein Reinigungsunternehmen wird dafür eingesetzt.

Gleis 69 trägt ebenfalls bei seinen regelmäßigen Begehungen zu dem jetzt erfreulicheren Erscheinungsbild des Gedenkortes bei.

Geblieben ist der desolate Zustand der Deportationsrampe. Dazu soll es noch in diesem Jahr einen Runden Tisch mit den beteiligten Verwaltungen und weiteren Interessenten geben.