Mit Glasfassade in die Zukunft

Im Urlaub verschlug es L.K., Mitglied von Verein Gleis 69, kürzlich nach Tallinn. In der estnischen Hauptstadt liegen verschiedene historische Schichten ganz nah beieinander: Hier traditionelle estnische Holzhäuser, dort Plattenbauten aus der Sowjet-Zeit. Hier die mittelalterliche Altstadt mit ihren schmalen Gassen, den Türmen und dem Schutzwall ringsherum, dort moderne Glasbauten mit High Tech-Ausstattung. Aus durchsichtigem weiterlesen…

Jüdischer Kinderarzt im Kampf gegen Rachitis. Buchvorstellung im Meerbaumhaus

Am 15. September 2022 konnte ein interessiertes Publikum die Vorstellung des oben genannten Buches im Meerbaumhaus verfolgen. Dr. Benjamin Kuntz berichtete Näheres über den jüdischen Kinderarzt Kurt Huldschinsky, der am 24.November 1883 im oberschlesischen Gleiwitz geboren wurde. Nach dem Studium arbeitete er u.a. am Kaiserin-Auguste-Victoria-Haus in Berlin und an der Universitäts-Kinderklinik in Wien. 1919 wechselte weiterlesen…

Eichmann im Originalton

Gestern gab es die seltene Gelegenheit einen Film mit Dokumentarcharakter erstmals außerhalb Israels zu sehen.Das Haus der Wannsee-Konferenz hatte die dankenswerte Aufgabe übernommen, den Film “Devil´s Confession. The Lost Eichmann Tapes” und seinen Autor selbst, Yariv Mozer, vorzustellen. Dazu war eine Leinwand und die entsprechende Technik am Wannseeufer aufgebaut. Bis es tatsächlich dunkel war, unterhielten weiterlesen…

Halberstadt, einst eine angesehene jüdische Gemeinde

Halberstadt, in ottonischer Zeit ein Bistum an der östlichen Grenze des Heiligen Römischen Reiches gelegen, befand sich häufig in Konkurrenz zum nahen Magdeburg. Das lässt sich auch am Dombau beider Städte beobachten und an ihrer Lage an wichtigen Handelswegen. Weiteren Aufschwung erfuhr Halberstadt, als sich bereits im 12. Jahrhundert die ersten jüdischen Familien dort ansiedelten. weiterlesen…

Wieder in Budapest

Nach einer pandemiebedingten Pause ist es unserem Gründungsmitglied V.B. gelungen, wieder eine internationale Gruppe zum 4. Sommercamp in Budapest zu versammeln. Auch in diesem Jahr fand die zweiwöchige Veranstaltung im Rahmen einer Kooperation zwischen Aktion Sühnezeichen (ASF) und Mazsike, dem ungarisch-jüdischen Kulturbund, statt. Der Schwerpunkt der Arbeit lag wie in den vorigen Jahren auf dem weiterlesen…

Dessau hat zwei Gesichter

Dessau hat im deutschen Judentum einen guten Klang. Schließlich war es Moses Mendelssohns Heimatstadt, die er verließ, um seinem Lehrer, dem Rabbiner David Fränkel, nach Berlin zu folgen. Fränkel war als Oberrabbiner dorthin berufen worden. Die erste jüdische Zeitung “Sulamith” in deutscher Sprache erschien in Dessau. Kurt Weill ist hier aufgewachsen, sein Vater war Kantor weiterlesen…

Die Staatsbibliothek hat auch eine Geschichte

Nikolaus Bernau unterzieht im baunetz-Newsletter die Restaurierung der Staatsbibliothek zu Berlin einer kritischen Betrachtung. Anlass ist die Eröffnung des Bibliotheksmuseums im Juli 2022. Für einen Betrag von 84 Millionen wurde der Lesesaal neugebaut und bietet neben einer Freihandbibliothek von 120.000 Bänden 250 Arbeitsplätze an. Die Humboldtuniversität zu Berlin hat bei einem deutlich schmaleren Budget als weiterlesen…

Lesbische Frauen, eine unbekannte Opfergruppe?

Sinti und Roma, die Zeugen Jehovas . . . allmählich werden auch andere Opfergruppen der nationalsozialistischen Menschenfeindlichkeit wahrgenommen. Bis jetzt führten sie aus verschiedensten Gründen mit ihrer Verfolgungsgeschichte eher ein Schattendasein in der Öffentlichkeit. Anna Hájková, eine wissenschaftlich ausgewiesenen Historikerin, erinnert hier an eine andere vergessene Opfergruppe der NS-Zeit, an die der lesbischen Frauen. Im weiterlesen…

Der Stille Portier – eine gute Idee

Das Bayerische Viertel wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als gehobene Wohngegend unweit des Schöneberger Rathauses errichtet. Vor der nationalsozialistischen Verfolgung lebten dort überdurchschnittlich viele jüdische Berlinerinnen, darunter auch einige bekannte Persönlichkeiten wie etwa Albert Einstein und Alfred Kerr. Heute erinnern verschiedene Interventionen im öffentlichen Raum an ehemalige Bewohnerinnen, das jüdische Leben vor Ort sowie weiterlesen…

Graphic Novel – ein anderer Zugang zur Geschichte

Das Leben von Otto Rosenberg findet in einer neu herausgebrachten Graphic Novel eine immer noch ungewohnte Form der Geschichtsdarstellung. Auch wenn Art Spiegelman in “Die Maus, die Geschichte eines Überlebenden” bereits 1980 dieses literarische Format eingeführt hat. Hier erfährt die Leserin und der Leser vom Leidensweg des jungen Otto durch verschiedene Zwangslager bis nach Auschwitz. weiterlesen…