Zur Ambiguitätstoleranz

Dem Jüdischen Museum Berlin ist es zu danken, die Vortragsreihe zur Ambiguitätstoleranz initiiert zu haben. So hat der Soziologe Natan Sznaider diesen Begriff bei der Sozialpsychologin Else Frenkel-Brunswik gefunden. Sie versteht darunter das Ertragen-Können von Mehrdeutigkeit. Sznaider hat sich mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten aber auch ihrem Lebenslauf beschäftigt. Else Frenkel, 1908 in Lemberg geboren, flüchtete weiterlesen…

Ostern – Pessach – Ramadan.

Ostern – Pessach – Ramadan.Hohe Festtage in den drei abrahamitischen Religionen. Nicht immer können die Gläubigen sie in Frieden und ohne Angst und Bedrohung erleben,Die Schilderung des Pessach-Mahles 1943 in Auschwitz kommt mir dabei immer wieder in den Sinn. Rabbi Chaim Yitzchak Greengras hat die Geschichte im Yizkor Book von Jedwabne festgehalten. Er beschreibt die weiterlesen…

Freundliche Einladung zur Kuratorenführung

Im Romanischen Café an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche haben sie häufig zusammen gesessen. Die jüdischen Künstlerinnen und Künstler aus dem nahen Hansaviertel und dem Tiergartenviertel. Bereits 2022 konnten wir zwölf Persönlichkeiten aus ihrer Mitte in der Ausstellung “Zwischen Emanzipation und Assimilation, jüdische Künstlerinnen und Künstler in Tiergarten” im Meerbaumhaus zeigen. Jetzt bot sich uns die Gelegenheit, die weiterlesen…

Zwei neue Synagogen in Sachsen-Anhalt

Mit der Einweihung der Magdeburger Synagoge hat Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr nach der Synagoge in Dessau bereits eine zweite jüdische Kultstätte eröffnen können. Der Anschlag auf die Synagoge in Halle hatte bei beiden Projekten für eine spürbare Bewegung gesorgt. In Magdeburg gab es noch 2019 wegen der Finanzierung Querelen. Im Oktober 2021 konnte die Jüdische weiterlesen…

Neue Stolpersteine für die Familie Klemperer-Jelski

Die Familie Klemperer-Jelski ist seit Jahren stark in ihrer Familienforschung engagiert. Sie führt sich in erster Linie auf den Rabbiner Dr. Wilhelm Klemperer zurück, der 1885 von der Bromberger Synagogen-Gemeinde an die Synagoge Johannisstraße der Reformgemeinde in Berlin wechselte. 1897 heiratete seine Tochter Martha den ebenfalls an der Reformgemeinde tätigen Rabbiner Dr. Julius Jelski. Dem weiterlesen…

Schule ganz in Blau

Bereits im letzten Jahr hatten wir über das fortgeschrittene Projekt von Chabad Lubawitsch in Wilmersdorf berichtet. Dort ist jetzt ein umfangreiches Familien- und Kulturzentrum entstanden. Nach dem Hauptsponsor, der Pears Foundation, Pears Jüdischer Campus benannt. Im Baunetz Newsletter wird jetzt das von Tchoban Voss Architekten entworfene Kita- und Schulgebäude vorgestellt. Von der Krippe bis zur weiterlesen…

Dessau hat eine neue Synagoge.

Sonntag war der Tag der Offiziellen und der politischen Statements. Am Montag nach dieser Eröffnung nahmen die Jüdische Gemeinde dann und alle, die mit ihr verbunden sind, die Synagoge in ihren Besitz. Um das Gebäude herum war noch Polizei postiert und der Zugang war mäßig reglementiert. In der Synagoge selbst aber waren dann keine weiteren weiterlesen…

Eine alte Sukka – entdeckt in Jarosław

Heute beginnt Sukkot, das Laubhüttenfest. Zu Sukkot gehört die Sukka. – Manchmal kann man noch Überraschungen erleben. So in Jarosław, einer alt ehrwürdigen Handelsstadt im polnischen Galizien, im Mittelalter berühmt für ihre große Messe und im Rang damals gleichauf mit Frankfurt am Main. Beide lagen an der berühmten Handelsstraße, der Via Regia. Die verband auf weiterlesen…