Toni Ebel – aus der Vergessenheit zurück

Am 24.September lud die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zu einer Vernissage in den Sonntags-Club im Prenzlauer Berg ein. Dort ist bis Ende Januar 2023 die Ausstellung über Toni Ebel, eine in der DDR geschätzte und anerkannte Malerin, zu sehen. Bei unserer gerade zu Ende gegangenen Ausstellung über jüdische Künstlerinnen und Künstler hatten wir über sie berichtet. Sie gehörte weiterlesen…

Historisierende Replik oder zeitgemäße Architektursprache?

Vor dieser Frage stehen Stadtgesellschaften und auch Jüdische Gemeinden, wenn es um Neubauten oder Nachfolgebauten von durch Krieg oder NS-Gewalt zerstörter Gebäude geht. Beispiele aus den vergangenen Jahrzehnten zeigen, dass diese Entscheidungen in Deutschland durchweg zugunsten der zeitgemäßen Architektur getroffen wurden, die damit auch das veränderte Selbstbild der jüdischen Gemeinden widerspiegelte. Den Anfang machte das weiterlesen…

Jüdischer Kinderarzt im Kampf gegen Rachitis. Buchvorstellung im Meerbaumhaus

Am 15. September 2022 konnte ein interessiertes Publikum die Vorstellung des oben genannten Buches im Meerbaumhaus verfolgen. Dr. Benjamin Kuntz berichtete Näheres über den jüdischen Kinderarzt Kurt Huldschinsky, der am 24.November 1883 im oberschlesischen Gleiwitz geboren wurde. Nach dem Studium arbeitete er u.a. am Kaiserin-Auguste-Victoria-Haus in Berlin und an der Universitäts-Kinderklinik in Wien. 1919 wechselte weiterlesen…

Halberstadt, einst eine angesehene jüdische Gemeinde

Halberstadt, in ottonischer Zeit ein Bistum an der östlichen Grenze des Heiligen Römischen Reiches gelegen, befand sich häufig in Konkurrenz zum nahen Magdeburg. Das lässt sich auch am Dombau beider Städte beobachten und an ihrer Lage an wichtigen Handelswegen. Weiteren Aufschwung erfuhr Halberstadt, als sich bereits im 12. Jahrhundert die ersten jüdischen Familien dort ansiedelten. weiterlesen…

Dessau hat zwei Gesichter

Dessau hat im deutschen Judentum einen guten Klang. Schließlich war es Moses Mendelssohns Heimatstadt, die er verließ, um seinem Lehrer, dem Rabbiner David Fränkel, nach Berlin zu folgen. Fränkel war als Oberrabbiner dorthin berufen worden. Die erste jüdische Zeitung “Sulamith” in deutscher Sprache erschien in Dessau. Kurt Weill ist hier aufgewachsen, sein Vater war Kantor weiterlesen…

Vor 100 Jahren – Mord an Walther Rathenau

Walther Rathenau (geb. 29.09.1867 in Berlin) war für Monarchisten und rechtsradikale Parteien in der jungen Weimarer Republik ein ausgesprochenes Hassobjekt. Als Großbürger und Industrieller, Jude und Schwuler, mit einem scharfen analytischen Verstand und musischen Talenten ausgestattet hob er sich von der Mehrzahl seiner Mitbürger ab. Im Kaiserreich wurde ihm, wie fast alle Juden, eine Offizierskarriere weiterlesen…

Ehrende Erinnerung für Lucie Adelsberger

Heute konnte endlich die mit einer ehrenden Zeremonie verbundene Stolpersteinverlegung für die Ärztin Lucie Adelsberger stattfinden. Vor dem Haus Bleibtreustr. 17 in Berlin-Charlottenburg hatten sich zahlreiche Gäste versammelt. Dort befindet sich auch der Berufsverband der angestellten Ärzte, der Marburger Bund, mit seiner Landesgeschäftsstelle. U.a. waren der Präsident der Berliner Ärztekammer, PD Dr. Bobbert, anwesend und weiterlesen…

Rollenklischees auch in der Synagoge

In der heutigen Dlf-Sendung Tag für Tag wurde an die erste weltweit ordinierte Rabbinerin, Regina Jonas, erinnert. Die Rabbinerin Ulrike Offenberg hatte in dem Hamburger Verein Tempelforum über Rollenklischees in der Synagoge gesprochen und kam jetzt hier in der Sendung zu Worte. An Regina Jonas wurde übrigens auch gestern, am 3.Mai 2022, in der Berlin-Brandenburgischen weiterlesen…