Geraubte Bücher – und ihre Rückgabe.

Im Dritten Reich hatte die SS bei der Beraubung der Synagogen liturgisches Gerät und Thorarollen in ihre Verfügung gebracht, um damit später nach den Vorstellungen von Heinrich Himmler eine Schau des Judentums zu inszenieren. Ähnliche Vorstellungen müssen auch bei anderen NS-Größen vorhanden gewesen sein, als sie aus jüdischem Besitz, aber auch von anderen verfolgten Gruppen weiterlesen…

Eindrücke aus Leipzig

Kommt der Reisende in Leipzig mit der Bahn an, stößt er bald in der Nähe des Hauptbahnhofes auf den Brühl, eine der bekanntesten Straßen im alten Geschäfts-und Messeviertel der Stadt. Heute wirkt der Brühl wie eine gut besuchte Einkaufsstraße ähnlich der Zeil in Frankfurt oder dem Kurfürstendamm in Berlin. Bis Anfang der Dreissiger Jahre aber weiterlesen…

Von den Berliner Privatsynagogen

Die Landschaft der privaten Synagogenvereine in Berlin war vielfältig. Max Sinasohn hat sie in seinem Buch „Die Berliner Privatsynagogen und ihre Rabbiner“ genau beschrieben. Ebenso unterschiedlich war nach dem Krieg das Schicksal der mit ihnen verbundenen Gebäude. So hat sich in der lange vernachlässigten Hofsynagoge von Beth Zion in der Brunnenstraße mit Kahal Adass Jisroel weiterlesen…

Kein namenloses Grab für Salo Drucker

Bei unserer Suche nach Salo Druckers Grab in Weißensee hatten wir im August 2024 keinen Hinweis auf eine Beschriftung seines Grabsteins gefunden. Bei einem weiteren Besuch im September diesen Jahres ließen sich nach einer sorgfältigen Reinigung des Grabsteins und bei genauer Betrachtung Reste einer Beschriftung erkennen. Aber nur ein Eingeweihter vermochte auch Teile der Schrift weiterlesen…

Luthers schwieriges Erbe

Die Gemeinde von St. Marien, der Wittemberger Stadtkirche, ist bereit sich mit dem schwierigen Erbe aus der Vergangenheit weiter auseinanderzusetzen. Einem Erbe, das ihnen die Vorgängergemeinde im Mittelalter und der Stadtpfarrer Martin Luther hinterlassen hat. Seit über fünfzig Jahren beschäftigt die sogenannte Judensau am nördlichen Turm der Stadtkirche die Gemeinde und die Öffentlichkeit. Jetzt hat weiterlesen…

Micha Brumlik am 10. November 2025 verstorben.

Zahlreiche Medien haben Micha Brumliks Tod zum Anlass für einen Nachruf genommen. Unstrittig war er eine profilierte Persönlichkeit des deutschen Judentums. Als solche hat er sich in zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder zu Wort gemeldet, ob mit wissenschaftlichen Publikationen oder in der öffentlichen Diskussion. In Frankfurt/M. aufgewachsen lehrte er nach einem breitangelegten Studium an den Universitäten weiterlesen…

Ungewöhnliche Perspektive

Kunst einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet lässt sich im Augenblick in der Alten Nationalgalerie erleben. Dort werden Bilder von Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth unter zeitgeschichtlichen Gesichtspunkten gezeigt. Beider Kunst wurde von der NS-Kulturpolitik teilweise als nicht systemkonform und entartet eingestuft. In der Ausstellung kann der Besucher und die Besucherin jetzt das Schicksal weiterlesen…

Die Klinik am Hansaplatz – eine Kindheitserinnerung – Ausstellungseröffnung

1950 stand die Ruine der Hansaklinik noch. Oben auf ihrer Außenmauer wuchs eine Birke. Mich hat damals als Kind beschäftigt, wie dieser nicht so kleine Baum dort hingekommen sein mochte. Gegenüber, auf dem Gelände der heutigen Hansabibliothek, waren die Ruinen bereits abgeräumt. Dieses freie Feld bot sich uns geradezu zum Drachensteigenlassen an. Bei Recherchen zu weiterlesen…

Sukkot in Chemnitz

Eine Einladung zu Sukkot, dem jüdischen Laubhüttenfest, bietet die Gelegenheit, die Kulturhauptstadt Europas 2025 zu besuchen. Chemnitz ist von Berlin aus in drei Stunden mit der Bahn zu erreichen – auch wenn es manchmal ein bißchen länger dauert. Noch zwei Stationen mit der Straßenbahn, und der Besucher steht vor der Sukka, unübersehbar auf der Grünfläche weiterlesen…

Hans Rosenthal – vor 100 Jahren geboren.

Berliner Radiohörern der fünfziger Jahre war seine Stimme wohlbekannt. Wenn Hans Rosenthal im RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) seine bekannte und beliebte Quizsendung „Wer fragt, gewinnt“ ansagte, konnte er sich einer großen Hörergemeinde sicher sein. Am 2. April denken wir an seinen 100. Geburtstag. Hans Rosenthal, aufgewachsen in der Winsstraße im Prenzlauer Berg, eingeschult in weiterlesen…