„Galicjaner Sztetl“ in Tarnow – und die Kehrseite

Gerade sind die XXIV. Tage der Erinnerung an die Galizischen Juden zu Ende gegangen, das „Galicjaner Sztetl“ in Tarnow. Tarnow, eine Kreisstadt in Malopolska / Polen, ist eine ansehnliche Kleinstadt mit einer Altstadt, die von Gebäuden der Gotik und der Renaissance, aber auch Bauten aus dem 19. Jahrhundert geprägt ist.Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand fast weiterlesen…

Ein zufälliger Blick ….

Bei einem Besuch des jüdischen Friedhofs in Tarnow 2018 fiel zufällig mein Blick auf einen Grabstein aus schwarzem Marmor. Die Inschrift fesselte mich. … ich las dort Jakob Taubeles 15.06.1893 – 9.09.1969, bestes Großväterchen, Magister der Pharmacie, Teilnehmer des II.Weltkrieges, Offizier unter General Wladislaw Anders …. und vor meinem inneren Auge entfaltete sich ein Schicksal, weiterlesen…

Berliner Gedenktafel für Peter Zadek

Am 20. Mai 2019 lud der Berliner Senator für Kultur und das Aktive Museum zu einer Ehrung für den großen Theatermacher Peter Zadek nach Wilmersdorf ein. Dort in der Offenbacher Straße 24 war Zadek am 19. Mai 1926 in eine gutbürgerliche jüdische Familie geboren worden. Der Vater, ein Kaufmann, hatte nach Hitlers Machtergreifung schon früh weiterlesen…

Gewalt gebiert Gewalt – Pittsburgh, Christchurch, Colombo, Poway / California

Pittsburgh, Christchurch, Colombo, Poway / California – gleich, ob es sich um Synagogen, Moscheen oder Kirchen handelt: die Täter begründen ihre menschenfeindlichen Angriffe mit ähnlichen oder identischen Argumenten, die sich aus kruden Weltbildern und abstrusen Verfolgungstheorien speisen. Sie finden aber auch vor dem Hintergrund einer Welt statt, die Gewalt gezielt zum Instrument ihrer Politik macht. weiterlesen…

Das Attentat von Christchurch – eine Rückschau

Es lohnt sich, mit zeitlichem und geographischem Abstand noch einmal auf das Geschehen um das Attentat von Christchurch am 15.3.2019 zurückzuschauen. Unsere erste Begegnung mit Christchurch wenige Wochen vorher war eindrucksvoll, besonders nach dem, was wir aus Berlin gewohnt waren. Eine friedliche, freundliche Stadt, entschleunigter Verkehr, großzügige Freiräume für Fußgänger in der Innenstadt. Und vor weiterlesen…

„Ich habe von Gott geträumt, sie war schwarz.“ – Ein Rabbi handelt.

In der Welt der Vorurteile, der rassistischen Angriffe, der menschenfeindlichen Verfolgungen ist es wohltuend von gegenläufigen Bemühungen zu erfahren. So berichtet Ursula Welter in einer fünfteiligen Reportagereihe Entdeckt mich! Ich bin Jude. – Unterwegs mit einem französichen Rabbi – am 9.April 2019 im Deutschlandfunk von dem Rabbiner der Gemeinde von Ris-Orangis, Michel Serfaty. Er hat weiterlesen…

Auch im pazifischen Raum wird der Antisemitismus in Europa wahrgenommen

So berichtet die TIME in ihrer Singapur-Ausgabe vom 4. März 2019 auf Seite 10 von den großen Demonstrationen am 19. Februar 2019 in Frankreich gegen Rassismus und Antisemitismus. Gleichzeitig war es zu Schändungen von Grabsteinen auf elsässischen Friedhöfen gekommen.Wer häufiger den jüdischen Friedhof in Selestat besuchte, der wußte, in welcher Mauernische am Tor er den weiterlesen…

Die Lubawitscher in Moabit – Rebbe Menachem Schneersons Stele

Der eilige Fußgänger wird die bescheidene Erinnerungsstele am Wikinger Ufer wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen. Sie steht dort auch recht unauffällig in einer kleinen Grünanlage. Im letzten Jahr fiel auf, daß das Gesicht von Menachem Schneerson kaum noch erkennbar war, Witterung und Algenwachstum hatten dazu beigetragen. Nach einem Hinweis von uns an Rabbiner Teichtal von CHABAD weiterlesen…

Orthodoxe Trauerriten – neuer jüdischer Friedhof in Hertfordshire

Unter dem 30.01.2019 berichtete der Baunetz Newsletter über die Neuanlage eines orthodoxen jüdischen Friedhofs in Hertfordshire bei London. Bemerkenswert ist dabei die von Waugh Thistleton Architects entworfene Jüdische Trauerhalle. Die Architekten habe dabei nicht ganz gewöhnliche Materialien wie vor allem Stampflehm und Eichenbohlen verwendet. Dabei hatten sie vor Augen , daß die Trauerhalle bei vollständiger weiterlesen…

Unbekannter Fluchtort Kunming

Das Fluchtziel Shanghai bot Ende 1938 nach der „Reichskristallnacht“ für viele deutsche Juden die einzige Möglichkeit, sich außerhalb von Deutschland ohne ein Visum in Sicherheit zu bringen. Ca. 20 000 Menschen gingen diesen Weg und überlebten dort unter japanischer Besatzung und schwierigsten Lebensbedingungen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Darüber ist viel geschrieben und berichtet weiterlesen…