Ungewöhnliche Perspektive

Kunst einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet lässt sich im Augenblick in der Alten Nationalgalerie erleben. Dort werden Bilder von Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth unter zeitgeschichtlichen Gesichtspunkten gezeigt. Beider Kunst wurde von der NS-Kulturpolitik teilweise als nicht systemkonform und entartet eingestuft. In der Ausstellung kann der Besucher und die Besucherin jetzt das Schicksal weiterlesen…

Dieses Jahr wieder in der Miriam Makeba Grundschule.

Dieses Jahr in der Miriam Makeba Grundschule war wieder eine interessante Erfahrung. Eine aufgeschlossene und wache Klasse, die der Vorstellung der verschiedenen Religionen aufmerksam folgte und zu jeder Frage Antworten parat hatte. Auch eine kurze Schilderung der NS-Zeit und der Reichspogromnacht fand ihr Interesse. So eingestimmt unternahmen wir eine Exkursion zu dem unweit von der weiterlesen…

Die Klinik am Hansaplatz – eine Kindheitserinnerung – Ausstellungseröffnung

1950 stand die Ruine der Hansaklinik noch. Oben auf ihrer Außenmauer wuchs eine Birke. Mich hat damals als Kind beschäftigt, wie dieser nicht so kleine Baum dort hingekommen sein mochte. Gegenüber, auf dem Gelände der heutigen Hansabibliothek, waren die Ruinen bereits abgeräumt. Dieses freie Feld bot sich uns geradezu zum Drachensteigenlassen an. Bei Recherchen zu weiterlesen…

Sukkot in Chemnitz

Eine Einladung zu Sukkot, dem jüdischen Laubhüttenfest, bietet die Gelegenheit, die Kulturhauptstadt Europas 2025 zu besuchen. Chemnitz ist von Berlin aus in drei Stunden mit der Bahn zu erreichen – auch wenn es manchmal ein bißchen länger dauert. Noch zwei Stationen mit der Straßenbahn, und der Besucher steht vor der Sukka, unübersehbar auf der Grünfläche weiterlesen…

Gabriele Tergit – ein langer Weg

Heute waren wir am Ziel. Im April 2019 hatten wir bei der Historischen Gesellschaft zu Berlin den Anstoß zu einer Berliner Gedenktafel für Gabriele Tergit gegeben. Dann gestaltete sich die Suche nach dem Ort für diese Gedenktafel erst einmal schwierig. Die neue Eigentümerin des Nachbarhauses Siegmunds Hof 21 zeigte sich mit der Anbringung der Tafel weiterlesen…

Jom Kippur – vor 84 Jahren

Heute , am Abend von Jom Kippur 2025, erinnerten wir wieder an das Jahr 1941. Damals wurde am 1. Oktober, der in jenem Jahr auch auf Jom Kippur fiel, aus der Synagoge in der Levetzowstraße ein Sammellager. Damit begannen hier die Deportationen, und für die Berliner Juden der erste Schritt zur Entmenschlichung. Nach einer kurzen weiterlesen…

Tag des offenen Denkmals – eine Gelegenheit zur Überprüfung des Geschichtsbewusstsein.

Der diesjährige Tag des Offenen Denkmals ermöglichte auch eine Rückschau auf die jüngere deutsche Zeitgeschichte. Gleichzeitig bot er Gelegenheit, sich damit auseinanderzusetzen, wie in den letzten Jahren mit der Erinnerung an diese Zeit umgegangen wird. Diese Auseinandersetzung gibt Anlass zu vielen Fragen und nicht geringer Kritik. Hier am Gleis 69 auf dem Gedenkort Güterbahnhof Moabit weiterlesen…

Kopernikus meldet sich wieder zu Wort

In der Kopernikus-Gruppe haben sich deutsche und polnische Historiker, Politik- und Kulturwissenschaftler und Journalisten zusammengefunden, um das Verhältnis der beiden Nachbarländer zu verbessern. Bereits 2022 waren sie mit einem gemeinsamen Apell an die Öffentlichkeit gegangen. Jetzt haben sie in einem neuen Apell ihre Besorgnis ausgedrückt, dass entweder aus mangelndem Interesse oder aus innenpolitischen Überlegungen dem weiterlesen…

Auschwitz gegen Leugnung des Holokaust

Mit einem neuen Projekt auf ihrer Website tritt Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau den immer neuen Leugnungen des Holokaust entgegen. Mit Fotos und Erklärungen widerlegt sie häufig aufgestellte Behauptungen. Über kaum einen anderen Ort der NS-Verbrechen ist mehr geschrieben, dokumentiert und persönlich berichtet als über das Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau. Und dennoch wollen die falschen Behauptungen weiterlesen…

In Kielce

Kielce steht in der Geschichte der unmittalbaren Nachkriegszeit oft als Synonym für die tief prägende Erfahrung der polnischen Juden – nach der Rückkehr aus dem Exil in Polen nicht mehr ihre Heimat vorzufinden. Schon bei der Rückreise aus der UdSSR machten sie oft die Erfahrung, abgelehnt und angegriffen zu werden. Am 4.Juli 1946 entwickelte sich weiterlesen…