Verbrennungsöfen aus Schöneberg

Dass Topf & Söhne aus Erfurt Konzentrationslager, darunter auch Auschwitz, mit Verbrennungsöfen ausgestattet hat, ist schon lange bekannt. Dass es aber noch einen anderen Lieferanten für solche Öfen gab, die Firma Kori aus Berlin-Schöneberg, aber weniger. Auch für die Tötungsanstalten der T4-Aktion hat Kori die Verbrennungsöfen geliefert. Nach dem Krieg blieb die Firma unbehelligt, sie weiterlesen…

Mitte im Dialog – eine szenenische Lesung mit Rundgang am Gedenkort Güterbahnhof Moabit

Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, Gleis 69 e.V. und Verein Tanz Theater Dialoge erinnern an Verfolgte des Nationalsozialismus aus Moabit Eine szenische Lesung mit Gesang und Gitarre fand heute im Rahmen von “Mitte im Dialog” am Gedenkort statt. Das Wetter war uns wohlgesonnen, sodass die Veranstaltung im Trocknen und mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne stattfinden konnte. Schülerinnen weiterlesen…

Unerwartetes Wiedertreffen mit Wolfgang Lorch – Andrea Wandel und Wolfgang Lorch erhalten den Hessischen Kulturpreis 2019

Es ist richtig wohltuend, zu erfahren, dass zwei Architekten, Andrea Wandel und Wolfgang Lorch gegen den allgemeinen Strom schwimmend den Hessischen Kulturpreis zuerkannt bekommen haben. Ihre kurze Werkbeschreibung läßt ahnen, wieviel Widerstände sie überwinden mußten, um jeweils ihre Vorstellungen zu realisieren. Angefangen von der „Gedenkstätte Neuer Börneplatz“. Ich erinnere mich gut, wie angerührt eine Familie weiterlesen…

Gedenkort Sammellager Synagoge Levetzowstraße – Fragen eines Spaziergängers

5. September 2019 :Die Kletterwand hinter dem Gedenkort ist entfernt. Eine Schild des BA Mitte erläutert jetzt das Bauvorhaben. Einem noch nicht informierten Tiergartener Bürger stellen sich bei dieser Erläuterung mehr Fragen, als dass er Antworten erhält. Gedenkstelle . . . Mahnmal . . . . Wessen wird hier gedacht? Was wird angemahnt? Warum ist weiterlesen…

Denkmal oder Dokumentationszentrum – Erinnerung an polnische NS-Opfer

Seit einiger Zeit setzen sich honorige Menschen aus Politik und Kultur für ein Denkmal ein, dass an die Opfer Polens während der Besatzung durch die deutsche Wehrmacht erinnert. Florian Kellermann beschäftigt sich am 30. August 2019 im Deutschlandfunk mit der Frage, ob ein Denkmal nicht ein Schlußpunkt einer abgeschlossenen Geschichte darstelle und ob der jetzige weiterlesen…

Gedenkort Synagoge Levetzowstraße – zweiter Anlauf

Seit Anfang der Woche haben die bereits seit einem Vierteljahr angekündigten Bauarbeiten am Gedenkort Synagoge Levetzowstraße begonnen. 2011 hatte das Bezirksamt ohne die Architekten des Gedenkortes zu benachrichtigen oder auch nur deren Rechte in Erwägung zu ziehen, die umfangreiche Hainbuchenhecke als Teil des Gesamtkunstwerks abgeholzt.Das nachgereichte Argument lautete. . .man hätte Sichtfreiheit auf den dahinterliegenden weiterlesen…

Rekonstruktion oder Restauration – die Potsdamer Garnisonskirche

Wer sich darüber freute, daß das Berliner Schloß wieder im Stadtbild erscheint oder daß der Turm der Potsdamer Garnisonskirche, vielleicht auch später wieder die ganze Kirche in absehbarer Zeit zu sehen ist, wird jetzt im zweiten Schritt nachdenklich. Sind es wirklich nur historische Rekonstruktionen oder sind es gleichzeitig auch Hinweise auf restaurative, gesellschaftliche Entwicklungen, die weiterlesen…

Andreas Nachama geht – Andrea Riedel kommt

Bei der Stiftung Topographie des Terrors wird der Staffelstab zum Ende des Jahres übergeben. Seit ihrer Eröffnung 2010 hat Prof.Nachama als Direktor das Gesicht und die Arbeit dieser anerkannten Gedenkstätte geprägt. Ausstellungen,Vortragsreihen, Seminare, regelmäßige Veröffentlichungen haben dem Haus eine ständige Präsenz in der Öffentlichkeit verschafft. Prof. Nachama galt als gefragter Gesprächspartner und Berater, nicht zuletzt weiterlesen…

„Ihr gebt ihnen ihre Namen zurück“

Wen meinte Daisy, die 87jährige hellwache Budapesterin und Überlebende des Holocaust, als sie am 29. Juli vor einer Gruppe von Freiwilligen diese Worte aussprach? „Sie“ heißen Erwin Deutsch, Abraham Kohn, Aureline Sajo, Felix Klein und Ferencf Frisch: sie sind im Alter zwischen 18 Jahren – 61 Jahren als ZwangsarbeiterInnen in Budapest verstorben, ermordet durch die weiterlesen…

75 Jahre Warschauer Aufstand und sein hoher Preis

Am 1. August wird wieder des Warschauer Aufstandes 1944 gedacht, des heldenhaften Kampfes der Warschauer Bevölkerung und der AK-Einheiten (Armija Krajowa – Heimatarmee) gegen die SS und deutsche Wehrmacht. Ob die Entscheidung von der Warschauer AK-Leitung zum Aufstand gerechtfertigt und militärisch verantwortbar war, bleibt bis heute umstritten. Nach nüchterner Beurteilung war die Bewaffnung der polnischen weiterlesen…