O Quilombismo im HdKW

Schon der letzte Intendant des Hauses der Kulturen der Welt, Bernd Scherer, hatte für ein breitgefächertes Angebot gesorgt und so dem Namen des Hauses entsprochen. Sein Nachfolger Bonaventure Soy Bejeng Ndikung aus Kamerun hat jetzt aber ein zusätzliches Gewicht auf den globalen Süden, insbesondere Afrika und Südamerika gelegt. Eine vielfältige Auftaktveranstaltung Anfang Juni gab dafür weiterlesen…

In den Häusern der anderen – Vertreibung und Inbesitznahme in Westpolen.

Die polnische Schriftstellerin Karolina Kuszyk hat dieses Buch 2019 unter dem Titel „Poniemieckie“ („ehemals Deutsch“) veröffentlicht. Es beleuchtet Schicksale vom Kriegsende bis in unsere heutige Zeit – die Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus dem damaligen Schlesien, Pommern und Ostpreußen und die Inbesitznahme vom heutigen Westpolen durch Siedler und Zwangsumgesiedelte aus den abgetretenen ostpolnischen weiterlesen…

Internationaler Tag gegen Rassismus im Roten Rathaus?

Die Einladung in den Großen Festsaal mit dem Bild vom Berliner Kongress 1878 weckte große Erwartungen.Nach einem freundlichen Grußwort der Regierenden Bürgermeisterin an das nicht voll besetzte Auditorium folgte ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Manuela Bojadžijev (HU Berlin) zur Frage, wie Rassismus unsere Gesellschaft prägt. Nach einem systematischen Überblick kam sie dabei zum Schluss, weiterlesen…

Rechtsfrieden gewahrt?

In seiner Printausgabe vom 24. Februar 2023 berichtet der Tagesspiegel, dass das Bundesverfassungsgericht im Fall Oury Jalloh die Verfassungsbeschwerde seines Bruders abgewiesen hat. Oury Jalloh war 2005 in einer Dessauer Polizeizelle an Händen und Füßen auf eine nicht brennbare Matratze gefesselt verbrannt. In mehreren Verfahren konnte der Hergang nicht schlüssig geklärt werden und auch nach weiterlesen…

Drei Jahre nach Hanau. Würde und Gerechtigkeit?

Auch drei Jahre nach den Morden von Hanau fehlt das Gespräch auf Augenhöhe. Das dringend notwendige Gespräch zwischen den Angehörigen, den Zeugen der Taten, den im weiteren Sinn Betroffenen und dem Land Hessen und der Stadt Hanau und ihren verschiedensten Vertretern. Stattdessen findet eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt – ohne Absprache mit den Angehörigen. An Stelle weiterlesen…

Die Sklaverei – ein altes Unrecht ist noch nicht gesühnt.

In den letzten Jahren wird zunehmend mehr über diese Menschenrechtsverletzung berichtet. Auch weil Sklavenwirtschaft die Grundlage für viele große Vermögen in der Ersten Welt darstellt und gleichzeitig die Entwicklung vieler Staaten in der Dritten Welt bis heute spürbar behindert. Die New York Times hat das 2022 exemplarisch an dem Fall von Haiti verfolgt. 1791 haben weiterlesen…

Der stumme Zeitzeuge – die Deportationsrampe am Gleis 69

Auch in diesem Jahr fand am Gedenkort Güterbahnhof Moabit die Zeremonie des Bezirk Mitte zum Holokaust-Gedenken statt.Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger verwies in ihrer Rede zum Beginn der Veranstaltung auf die verschiedenen Opfergruppen, derer an diesem Tag gedacht wird. Sie ging auf die Zusammenhänge zwischen dem Güterbahnhof Moabit, der Synagoge Levetzowstraße und den anderen Orten des Deportationsgeschehen weiterlesen…

Das Palästina-Mandat

Am 24. Juli 1922 übertrug der Völkerbund Großbritannien das Mandat für Palästina. Dem vorausgegangen waren Englands Versprechen gegenüber den Arabern, ein arabisches Königreich aus der möglichen Konkursmasse des Osmanischen Reiches gründen zu können. Kurz darauf folgte seine Zusage an die jüdische Diaspora, sich für eine jüdische Heimstatt in Palästina einzusetzen. Diese sich widersprechenden Zusagen waren weiterlesen…

Keine heile Welt im Gesundheitswesen

Auch im Gesundheitswesen gibt es nicht die gewünschte heile Welt. Kathrin Gießelmann zeigt im Heft 17/2022 des Deutschen Ärzteblattes, dass Rassismus dort kein Einzelfall ist. So stellte Dr. med. Amma Yeboah beim ALAFIA 2021 fest, dass Schwarze Menschen in Deutschland nicht gemäß den Leitlinien behandelt würden. Ihre Kollegin Ngozi Odenigbo beschrieb, wie Schwarze Menschen sich weiterlesen…

Das Narrativ des anderen anerkennen – Einladung zum Besuch der Dokumenta 15

Es fällt Vertretern des globalen Norden und denen, die sich dazu zählen, schwer, die Narrative des globalen Südens anzuerkennen. Beiträge gibt es dazu in den letzten Jahren verschiedenste. Darunter lässt sich der Offene Brief von ruangrupa und Kurator*innen des gescheiterten Forums einordnen, den die Berliner Zeitung dankenswerterweise in ganzer Länge in ihrer Ausgabe vom 9.05.2022 weiterlesen…