„Präfaschistische Phase“ in Deutschland? Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan sieht Anzeichen dafür

Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan von der Berliner Humboldt-Universität äußert sich im Tagesspiegel am Sonntag vom 22. Juli 2018 über ihre Erkenntnis, daß Sozialforscher spät erst erkannt haben, wie Rechtsextreme nicht nur in Deutschland die öffentliche Meinung manipulieren und unmoralischer Sprache und Denken wieder zu gesellschaftlicher Akzeptanz verhelfen – eben eine präfaschistische Situation schaffen. Es ist weiterlesen…

Studie der TU Berlin belegt Zunahme des Antisemitismus im Internet

Der Deutschlandfunk berichtet am 18. Juli 2018 über eine Zunahme von antisemitischen Äußerungen im Netz. Das belegt eine Langzeitstudie von Monika Schwarz-Friesel, Leiterin des Fachbereiches Allgemeine Linguistik der Technischen Universität Berlin. Sie hat dazu auf YouTube, Facebook, Twitter, in Fangemeinden sowie in den Kommentarspalten von „Süddeutsche“, „Zeit“ und Co. wurden 265.000 Kommentare mit Schlagwörtern wie weiterlesen…

Sprache als Waffe – Beispiel „Asyltourismus“

Zu diesem Thema berichtet der Tagesspiegel am 16. Juli 2018 über ein Interview mit der Linguistin Elisabeth Wehling, die seit über zehn Jahren zusammen mit George Lakoff an der Universität von Berkeley zum Thema politisches Framing forscht. Aktuell gerät dieser Begriff wieder in die politische Diskussion, seitdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder im Vorfeld der weiterlesen…

Neue Forschungsergebnisse zum Schicksal von Anne Franks Familie

Die New York Times berichtete unter dem 6. Juli 2018 über neue Forschungsergebnisse des Anne-Frank-Hauses / Amsterdam und des United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. Dabei werden Hindernisse beschrieben, die Annes Vater mit Tausenden anderer Flüchtlinge erfuhr, als er die Einreise in die USA beantragte. Es war einfach die langwierige amerikanische Bürokratie und weiterlesen…

Die Flüchtlingskonferenz von Evian 1938 – Juden waren nirgends erwünscht

Der Deutschlandfunk berichtet am 11. Juli über die Konferenz vor 80 Jahren am Genfer See, in der sich die Vertreter von 23 Staaten nicht über den Flüchtlingsschutz der bedrängten deutschen und österreichischen Juden einigen konnten. Golda Meir kommentierte damals fassungslos : „Wisst ihr denn nicht, dass diese verdammten ‚Zahlen‘ menschliche Wesen sind?“ Winfried Meyer, Historiker weiterlesen…

Władysław Bartoszewski (1922 – 2015) Widerstand – Erinnerung – Versöhnung

Am 12. Juli 2018 wird eine Ausstellung über das bemerkenswerte und bedenkenswerte Leben des ehemaligen Auschwitzhäftlings, Teilnehmer am Warschauer Aufstand und zweimaligen polnischen Außenminister im Roten Rathaus mit einem Empfang eröffnet. In einem Interview für Gazeta Wyborcza am 13. August 2009 sagte er am Schluss: „Wenn mir jemand, vor 60 Jahren, als ich geduckt auf weiterlesen…

Neues jüdisches Museum in Köln – die Geschichte der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen wird wieder lebendig

  In Köln haben seit vielen Jahrzehnten im Stadtzentrum, vor allem auf dem Rathausmarkt, archäologische Grabungen stattgefunden und Erstaunliches aus der römischen Zeit, den Anfängen der ältesten jüdischen Gemeinde in Deutschland und aus der mittelalterlichen Stadtgeschichte zutage gefördert. Jetzt finden diese Arbeiten zumindest einen ersten Abschluß im Bau eines Jüdischen Museums. Nach den bisherigen Erkenntnissen weiterlesen…

Wer kennt Maly Trostinez ? Auch wenn es das größte deutsche Vernichtungslager in der Sowjetunion war…

  Von Berasneu – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21441249 Über 50000 Menschen, zumeist Juden, aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Weißrußland sind hier in der Nähe von Minsk von deutscher SS ermordet worden. So ging auch am 14. November 1941 ein Transport mit jüdischen Menschen von Berlin nach Minsk. Eine Studentische Projektgruppe an der Humboldt-Universität weiterlesen…

Frau Dr. Nora Pester geht mit ihrem Verlag Hentrich & Hentrich nach Leipzig

Frau Dr. Nora Pester hat sich unter dem Eindruck massiver Mietpreissteigerungen für ihre Verlagsräume in der Wilhelmstraße dazu entschlossen, mit ihrem Verlag zum 1.9.2018 nach Leipzig umzuziehen.  Wir haben Frau Dr. Pester bei verschiedenen Gelegenheiten als ausgesprochen hilfreich erlebt. Auch ihr regelmäßiger literarischer Salon war eine Bereicherung. An ihrer guten Vernetzung mit den jüdischen Institutionen weiterlesen…

Mein Gott, Dein Gott, kein Gott – eine bemerkenswerte Ringvorlesung am 14.6.18

Jüdisches Museum Ringvorlesung Mein Gott, dein Gott, kein Gott 14. Juni, 19 Uhr Religionsfreiheit umfasst die Freiheit, die eigene Glaubensüberzeugung zu bestimmen und die gewählte Religion auszuüben – aber auch das Recht, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören. Wie positionieren sich Judentum und Islam im Spannungsfeld zwischen individueller Gewissensfreiheit und dem absoluten Wahrheitsanspruch der eigenen Religion? Wie gehen weiterlesen…