Jüdisches Leben in Berlin. . .

Im Tagesspiegel vom 16.10.2019 beschreibt ein Beitrag, dessen Verfasserin als Alumna des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk vorgestellt wird und die sich selbst als moderne Frau, Feministin, Akademikerin und orthodoxe Jüdin definiert, ihr Leben im durch eine überwiegend christliche Kultur geprägten Berlin. Eine bedenkenswerte Sichtweise. Beim Lesen assoziiere ich die Geschichte der Berliner Jüdischen Gemeinde im weiterlesen…

Trauer, Empörung – und Hilflosigkeit

Zu der Solidaritätsdemonstration nach dem Anschlag in Halle waren am Sonntag auf dem Bebelplatz die unterschiedlichsten Menschen und Gruppen erschienen. Sie einte das Gefühl der Trauer, der Empörung – und der Hilflosigkeit. Das machten die unterschiedlichen Redner wie Mischa Ushakow von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und Antisemitismus oder weiterlesen…

Am Sonntag um 13 Uhr auf dem Bebel-Platz

Das #unteilbar-Bündnis ruft für Sonntag zur Demo in Berlin. Gemeinsam verleihen wir unserer Trauer, Wut und Anteilnahme Ausdruck. Wir zeigen Solidarität und machen deutlich: Wir stehen ein für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei von Angst und selbstbestimmt leben können. Wir fordern die konsequente und lückenlose Aufklärung aller rechten Gewalttaten! Rechte Netzwerke müssen aufgedeckt weiterlesen…

Regina Jonas – die weltweit erste Rabbinerin. Ermordet am 12.10.1944 in Auschwitz

Mit der jüdischen Aufklärung, der Haskala, unter anderem in Berlin von Moses Mendelssohn mitbegründet, und der Reformgemeinde in Deutschland entstand das liberale Judentum. Es bestimmte im 19. und im Anfang des 20. Jahrhundert das jüdische Leben in Deutschland, heute vor allem das in den Vereinigten Staaten. Trotzdem war es eine Sensation, als die Britin Lily weiterlesen…

Halle an der Saale im Oktober 2019

Schüsse auf die Synagoge in Halle an der Saale, Schüsse auf unbeteiligte Menschen, zwei Tote . . . Entsetzen und Bestürzung, Solidaritätsbekundungen, Versammlungen vor Synagogen, erste Vorwürfe, Ratlosigkeit, Hilflosigkeit. Was ist seit dem Anschlag von Berlin im Dezember 2016 geschehen? In Halle können AfD-Politiker im April 2018 diskriminierende Fragebögen an Schulen verteilen. Die AfD ist weiterlesen…

ELES – 10 Jahre jüdische Begabtenförderung

Rolf Brockschmidt würdigt im Tagesspiegel vom 1. Oktober 2019 das zehnjährige Bestehen von ELES, dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk für jüdische Studenten. Insbesondere erwähnenswert fand ich die enge Kooperation mit dem muslimischen Studienwerk Avicenna, die ich selbst bei einem Podiumsgespräch der beiden Geschäftsführer, Jo Frank und Hakan Tosuner, auf dem ersten Jüdischen Zukunftskongreß 2018 beobachten weiterlesen…

Auch die Polizei hat jetzt einen Antisemitismusbeauftragten

Der erst kürzlich ernannte Antisemitismusbeauftragte der Berliner Polizei, Wolfram Pemp, hat in einer internen Email alle seine Kolleginnen und Kollegen auf die kommenden jüdischen Feiertage hingewiesen (mit Datum und Dauer entsprechend Sonnenaufgang und -untergang). Dabei hat er die Empfehlung ausgesprochen, an diesen Tagen besonders aufmerksam und sensibel zu sein. Es freut einen, wenn die Exekutive weiterlesen…

Unerwartetes Wiedertreffen mit Wolfgang Lorch – Andrea Wandel und Wolfgang Lorch erhalten den Hessischen Kulturpreis 2019

Es ist richtig wohltuend, zu erfahren, dass zwei Architekten, Andrea Wandel und Wolfgang Lorch gegen den allgemeinen Strom schwimmend den Hessischen Kulturpreis zuerkannt bekommen haben. Ihre kurze Werkbeschreibung läßt ahnen, wieviel Widerstände sie überwinden mußten, um jeweils ihre Vorstellungen zu realisieren. Angefangen von der „Gedenkstätte Neuer Börneplatz“. Ich erinnere mich gut, wie angerührt eine Familie weiterlesen…

Bund der Steuerzahler kritisiert Finanzierung des Wiederaufbaus der Magdeburger Synagoge – nur Geschichtsvergessenheit?

Die Meldung läßt einen erst einmal verstummen. Ralf Seibicke ist Vorstandsmitglied beim sachsen-anhaltischen Steuerzahlerbund und früherer Leiter des Landesrechnungshofes von Sachsen-Anhalt. Er bestreitet der Jüdischen Gemeinde von Magdeburg das Recht, beim Land einen Antrag auf die Finanzierung des Wiederaufbaus der Alten Synagoge zu stellen. Was bringt diesen Mann dazu, sich zu dieser Angelegenheit so lautstark weiterlesen…

Hep Hep – ein böser Ruf

Mit ihm wurde bis in die Neuzeit zur Hatz auf Juden aufgerufen. – In diesem Fall galt der Ruf eher als Schabernak dem zehnjärigen Felix Mendelssohn-Bartholdy, als er in Berlin zu Besuch war. Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Enkel Moses Mendelssohn aus Dessau, der den deutschen Juden die Haskala, die jüdische Aufklärung gebracht hatte. Trotzdem war die weiterlesen…