Gesellschaftliche Verwerfungen in der Pandemie?

Shimon Stein und Moshe Zimmermann, ein schon bewährtes Team, weisen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Tagesspiegel auf die Gefahr gesellschaftlicher Verwerfungen in Israel hin. Bei der Identifizierung von besonderen Risikogruppen gerieten früh Alte und gesundheitlich Geschwächte in den Blick. Bei den unterschiedlichen Strategie- und Interessenabwägungen standen sich diese Gruppe und die der Jüngeren und weiterlesen…

Eine andere Seite der polnischen Geschichte?

Angehöriger der Blauen Polizei bei einer Razzia der deutschen Ordnungspolizei in Kazimierz Januar 1941.Bundesarchiv, Bild 101I-030-0781-07 / Iffland / CC-BY-SA 3.0 2020 ist in Polen das Buch “Na Posterunku” (Auf der Wache) erschienen und hat heftige Reaktionen ausgelöst. Der Verfasser Jan Grabowski ist gebürtiger Warschauer und lehrt jetzt als Historiker an der Universität in Ottawa. weiterlesen…

Die lange Geschichte der Arolsen Archives

Bereits 1943 gab es im aliierten Hauptquartier (Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force SHAEF) erste Überlegungen zu einer Einrichtung, die Flüchtlinge, Häftlinge und Zwangsarbeiter erfassen sollte. 1944 wurde dazu das Zentrale Suchbüro in London gegründet und entsprechend dem Kriegsverlauf nach Frankfurt und schließlich 1946 nach Arolsen verlegt. Dieser Ort lag günstig für alle vier Besatzungszonen. Die weiterlesen…

Rassismus in den USA – eine Chance zu seiner Überwindung?

Ellen Hinsey berichtet im Tagesspiegel vom 10. Juni 2020 aus amerikanischer Sicht über den dortigen, tatsächlich institutionalisierten Rassismus, die breite aktuelle Widerstandsbewegung gegen ihn und die noch bestehende Hoffnung für die amerikanische Gesellschaft, den weiten Riss zwischen den Gruppen zu überbrücken. Eine spürbarer gesellschaftlicher Aufbruch war in den letzten amerikanische Zwischenwahlen bereits zu beobachten, als weiterlesen…

“Ausgeblendet”, die Schwierigkeiten mit der Erinnerung

Der Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz haben mit der Ausstellung “Ausgeblendet” eine wichtige und sehenswerte Ausstellung geschaffen.Teile der Austellung waren bereits 2017 im Haus der Wannsee-Konferenz und der Topographie des Terrors und 2020 beim Bundesverbandes der deutschen Banken in der Burgstraße zu sehen. Ein weiterlesen…

Rassismus hat viele Gesichter

So findet sich auf der Website der Heinrich Böll-Stiftung der Kommentar der Journalistin Nhi Le zu der Situation von MigrantInnen in Ostdeutschland. Im Sommer 2019 wurde sie häufig wegen Stellungnahmen zum Komplex Migration, Rassismus und Viet-Deutsch-Sein angefragt. Im Tagesspiegel vom 17.08.2019 beschreibt ein Afroamerikaner seine Alltagserfahrungen in Berlin. Sebastian Leber läßt im Tagesspiegel vom 18. weiterlesen…

Marcel Reich-Ranicki – gelebte Geschichte

Von der zweiten Polnischen Republik in die Weimarer Republik gezogen, aus dem Dritten Reich ausgewiesen, das Warschauer Ghetto überlebt, nach dem Krieg für den polnischen Geheimdienst in London gearbeitet, später in der Volksrepublik Polen als Lektor tätig und schließlich 1958 in die Bundesrepublik übergesiedelt. Dort nahm er im deutschen Literaturbetrieb bald eine nicht zu überhörende weiterlesen…

Was bleibt nach den Zeitzeugen?

Nur noch wenige Zeitzeugen können heute Auskunft und Zeugnis vom verbrecherischen NS-System geben. Deshalb bemüht sich Doris Tausendfreund mit dem Team des Center für Digitale Systeme (CeDiS) der FU Berlin die zahlreiche Interviews von Betroffenen aufzubewahren und digital aufzubereiten. So sollen sie einer größeren Anzahl von Interessenten zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der Oral History weiterlesen…