Zur Uraufführung von Nathan dem Weisen Grundsteinlegung für das “House of One”.

Lessings weltbekanntes Theaterstück “Nathan der Weise” wurde am 14. April 1783 in Berlin uraufgeführt. Die darin gezeigte Figur Nathans stellte unzweifelhaft den jüdischen Aufklärer Moses Mendelssohn dar. Die Parabel von den drei Ringen, den drei Weltreligionen, findet ihre steinerne Abbildung jetzt in dem geplanten “House of One”, das aber gleichzeitig auch Raum für weitere Religionen weiterlesen…

Israel – die vierte?!

Die allgemeine Hoffnung, dass die dritte Knesset-Wahl in einem Jahr ein arbeitsfähige Regierung ermöglicht, hat sich nicht bestätigt. Stattdessen hat der Wahlkampf die Gräben nicht nur zwischen den Parteien sondern auch zwischen jüdischen und arabischen Israelis vertieft. So führen die kurz vor der Wahl verkündeten israelischen Bauprojekte in Ost-Jerusalem und Westjordanland, die angedachte Annexion des weiterlesen…

Wer bin ich?

Worin besteht jüdische Identität, fragt sich die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur im Tagesspiegel vom 9.02.2020 und knüpft mit dieser Frage an ihren gerade erschienenen Essay “Überlegungen zur Frage des Antisemitismus” an. Dabei verweist sie auf die Erfahrung von Amin Maalouf, einem frankolibanesischen Christen, der seine Identität als Summe vielfältiger Zugehörigkeiten begreift. Horvilleur findet in der weiterlesen…

Erinnerung in der Rosenstraße

Ein unvergessenes Datum ist das vom 27. Februar 1943 : die Fabrikaktion und die Festsetzung der letzten Berliner Juden in der Rosenstraße. Joseph Goebbels war seinem Ziel, Berlin judenfrei zu machen, bereits sehr nahe gekommen. Die Jüdinnen und Juden waren an ihren Arbeitsplätzen, auf den Straßen , in ihren Wohnungen aufgegriffen und in die Rosenstraße weiterlesen…

Geschichte instrumentalisiert? Dariusz Stola verläßt das Polin

Ein Jahr hat der polnische Kulturminister Dariusz Stola seine Zustimmung als zukünftigem Direktor des Polin verweigert. Jetzt besteht für diesen keine Möglichkeit mehr, seine erfolgreiche Tätigkeit an diesem Haus der jüdisch-polnischen Geschichte fortzusetzen. In einem Gespräch im Deutschlandfunk am 15.02.2020 wurde über diesen Vorgang berichtet. Die Stadt Warschau und das Jüdische Historische Institut hatten als weiterlesen…

Brauchen wir noch Stolpersteine?

Im Februar 2019 fand in Berlin die Tagung “Steine des Anstoßes oder normiertes Ritual. Zur Rolle des Stolperstein-Projekts in den Erinnerungskonflikten der Gegenwart” statt. Veranstalter waren die Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Jetzt liegt der Tagungsbericht vor. Beim Lesen werden mehrere Aspekte deutlich. Gunter Demnig hat mit der Gründung einer weiterlesen…

zu Hanau

Zu dem Kommentar von Marcus Pindur im Deutschlandfunk am 22.02.2020 ist nichts hinzuzusetzen. Aber vielleicht ist es sinnvoll, sich noch einmal der jüngsten Vergangenheit zu erinnern. Solange ist es noch gar nicht her, dass von der CSU neben anderen sprachlichen Begriffen das Wort vom “Asyltourismus” benutzt wurde. Wenn nicht alle, die unsere Gesellschaft prägen und weiterlesen…

German Jewish History Award und der Gedenkort

Am 27. Januar 2020 wurden zum zwanzigsten Mal die German Jewish History Awards verliehen. Die Preisverleihung war Teil der Berliner Parlamentsveranstaltungen zum Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar. Die Obermayer-Stiftung aus den USA lobt diesen Preis jährlich für deutsche Bürgerinnen und Bürger aus, die sich für die Bewahrung jüdischer Geschichte engagieren und einen Beitrag zum jüdisch-deutschen weiterlesen…