Die Architektur und der Mythos – des Marktes oder der Geschichte?

Zur Zeit zeigt der Neue Berliner Kunstverein die interessante Ausstellung “1989–2019: Politik des Raums im Neuen Berlin” verbunden mit einer eben so interessanten Veranstaltungsreihe. Das Thema der ersten Veranstaltung lautete “Mythos des Marktes” dazu gehörten Schüschkes “Kartografie der Privatisierung” sowie im Hintergrund Andrej Holms “Glossar der Privatisierung”. Auf eine kurze Formel gebracht erfuhren die Zuhörer, weiterlesen…

Auch die Polizei hat jetzt einen Antisemitismusbeauftragten

Der erst kürzlich ernannte Antisemitismusbeauftragte der Berliner Polizei, Wolfram Pemp, hat in einer internen Email alle seine Kolleginnen und Kollegen auf die kommenden jüdischen Feiertage hingewiesen (mit Datum und Dauer entsprechend Sonnenaufgang und -untergang). Dabei hat er die Empfehlung ausgesprochen, an diesen Tagen besonders aufmerksam und sensibel zu sein. Es freut einen, wenn die Exekutive weiterlesen…

Design des Dritten Reiches im Design Museum Den Bosch / Niederlande

Beim Anhören der Radiomeldung krauste sich einem unwillkürlich die Stirn. Ein Blick in die Presseerklärung des Museums schafft aber Klarheit. Hier wird sehr bewußt mit diesem sensiblen Thema umgegangen und es steht nicht zu befürchten, dass im Museums-Shop Devotionalien erworben werden können. Vielleicht ist sogar sinnvoll, diese Ausstellung außerhalb der deutschen Grenzen zu zeigen. Die weiterlesen…

World Cleanup Day 2019 auch am Gedenkort

Aus Anlass des World Cleanup Day 2019 haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7.2 der Theodor- Heuss-Gemeinschaftsschule um den Gedenkort Güterbahnhof Moabit gekümmert. Sie sammelten am Freitag, dem 20.September, Papier, Zigarettenschachteln, Plastiktüten und ähnlichen Müll ein, der immer wieder den Gedenkort verunreinigt. Danke für den Einsatz! Die Theodor- Heuss-Gemeinschaftsschule, die direkt gegenüber liegt, weiterlesen…

Menschenrassen gibt es nicht – dafür aber Rassismus. Die Jenaer Erklärung

Auf der Jahrestagung der deutschen Zoologischen Gesellschaft haben am 10. September rund 500 Forscher die sogenannte ‚Jenaer Erklärung‘ verabschiedet. Damit trennten sie sich von den Arbeiten des berühmten Jenaer Zoologie-Professor Ernst Haeckel, mit denen die nationalsozialistische Rassenlehre begründet wurde. Sie stellten fest, dass es für das Konzept von Rassen keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt, und forderten, weiterlesen…

Unerwartetes Wiedertreffen mit Wolfgang Lorch – Andrea Wandel und Wolfgang Lorch erhalten den Hessischen Kulturpreis 2019

Es ist richtig wohltuend, zu erfahren, dass zwei Architekten, Andrea Wandel und Wolfgang Lorch gegen den allgemeinen Strom schwimmend den Hessischen Kulturpreis zuerkannt bekommen haben. Ihre kurze Werkbeschreibung läßt ahnen, wieviel Widerstände sie überwinden mußten, um jeweils ihre Vorstellungen zu realisieren. Angefangen von der „Gedenkstätte Neuer Börneplatz“. Ich erinnere mich gut, wie angerührt eine Familie weiterlesen…

Magnus Hirschfelds Bemühungen – weiterhin aktuell

In einem Beitrag vom 6. Juli 2019 erinnert Andrea Westhoff im Deutschlandfunk an die Gründung des ersten Instituts für Sexualwissenschaft vor hundert Jahren. Magnus Hirschfeld eröffnet dieses Institut aus eigener Initiative in den Zelten 10. Obwohl die Aufklärung über Homosexualität und die Abschaffung ihrer Strafbarkeit – der berühmt-berüchtige § 175 – im Mittelpunkt seiner Bemühungen weiterlesen…

Gedenkort Sammellager Synagoge Levetzowstraße – Fragen eines Spaziergängers

5. September 2019 :Die Kletterwand hinter dem Gedenkort ist entfernt. Eine Schild des BA Mitte erläutert jetzt das Bauvorhaben. Einem noch nicht informierten Tiergartener Bürger stellen sich bei dieser Erläuterung mehr Fragen, als dass er Antworten erhält. Gedenkstelle . . . Mahnmal . . . . Wessen wird hier gedacht? Was wird angemahnt? Warum ist weiterlesen…

Die zwei Gesichter des Kinderarztes Georg Bessau

Der als feinsinnig und gebildet beschriebene Kinderarzt Georg Bessau (1884 – 1944) übernimmt nach einer untadeligen akademischen Karriere, zuletzt als Direktor der Leipziger Universitätsklinik, die Nachfolge von Adalbert Czerny an der Charité. Bei seinem Antritt 1932 findet er sechs Assistenzärzte vor, davon entläßt er die vier jüdischen. Gleichzeitig stellt er überzeugte Verfechter des NS-Gesundheitspolitik ein, weiterlesen…