Eine unverhoffte Ehrung – der Deutsche Preis für Denkmalschutz 2026

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Silberne Halbkugel. Entwurf Silberschmied Carl Kankowsky
https://www.deutscher-preis-denkmalschutz.de/der-preis/


Mit Überraschung und Freude haben wir von der Auszeichnung unseres Vereins Gleis 69 e.V mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz 2026 erfahren. Diesen Preis verleiht das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz in Form einer Silbernen Halbkugel an Einzelpersonen und Personengrupen, die sich ehrenamtlich dem Schutz, der Pflege und der dauerhaften Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes widmen. Der Preis wird im Oktober 2026 bei einer Zeremonie im Filmpalast Capitol in Schwerin an die Mitglieder von Gleis 69 e.V. überreicht.

Begründung für die Preisverleihung an Gleis 69 e.V. (Berlin) für sein außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement um die gesellschaftspolitische Vermittlung der jüdischen Geschichte in Berlin Tiergarten und im Besonderen des Denkmalorts am ehemaligen Güterbahnhof Moabit, Gleis 69. Es handelt sich hierbei um das letzte verbliebene Gleis des größten Berliner Deportationsbahnhofs, von dem circa 30 000 Menschen zwischen Mitte 1942 bis Januar 1944 deportiert worden waren. Der Verein engagiert sich erfolgreich für die Aufarbeitung der Geschichte des Ortes und den Denkmalschutz für die überlieferten, fragilen Sachzeugnisse, die „dabei waren“. Letztere sind Träger der historischen Aussage, und ihre Sichtbarmachung steht im Zentrum der breit gefächerten, wertvollen, kontinuierlichen Geschichts- und Erinnerungsarbeit des Vereins. Die Vereinsmitglieder setzen sich darüber hinaus für die Pflege, Unterhaltung des Denkmals und einen würdigen Umgang mit dem bestehenden Gedenkort durch die Förderung und Gestaltung einer lebendigen, generationsübergreifenden Gedenkkultur sowie vorbildlichen Denkmalvermittlung ein.
Mehr Infos: https://gleis69.de/