Wahre oder instrumentalisierte Geschichte?

Der Tagesspiegel berichtete am 1.02.2021 über ein Verfahren, dass zur Zeit gegen zwei HistorikerInnen vor einem polnischen Gericht läuft. Barabara Engelking und Jan Grabowski haben 2018 das Buch Dalej jest noc (Noch immer ist Nacht) zur Verfolgung polnischer Juden veröffentlich. Darin beschrieben sie auch den Fall der Estera geb. Siemiatycka, die später als Maria Wiltgren weiterlesen…

Das LONKA Projekt

Im Willy Brandt-Haus ist derzeit bis zum 11. April eine bemerkenswerte Ausstellung zu sehen. Das LONKA-Projekt. Hier werden ungefähr zweihundert Bilder von den Holokaust Überlebenden aus der ganzen Welt gezeigt. Zwei Fotografen aus Israel, Rina Castelnuovo und Jim Hollander, haben dank ihrer internationalen Kontakte die Fotos von dreissig FotografInnen zusammengetragen. Die darauf abgebildeten Menschen haben weiterlesen…

Von der Reichsbahn zur Deutschen Bahn

Der Beitrag von Sebastian Engelbrecht vom 27.Januar 2021 im Deutschlandfunk läßt einen doch etwas nachdenklich werden . . . . . . er berichtet anläßlich einer Videokonferenz zum Tag der Befreiung des KZ Auschwitz über das Schuldbekenntnis von fünf Vorstandsvorsitzenden deutscher Großunternehmen. So bekennt DB-Chef Richard Lutz, dass die Bahn ganz wesentlich zur Ermordung der weiterlesen…

Hundert Kerzen am Holokaust-Gedenktag

Auch während der Pandemie wollen wir erinnern.Hundert Kerzen brennen am Gedenkort Güterbahnhof Moabit.In der Zeit, in der neue Museen und Denkmäler geplant werden,verrottet hier die historische Deportationsrampe des größtenBerliner Deportationbahnhofs. 30000 Jüdinnen und Juden wurden hier in die Züge nach Osten getrieben.Die Theodor Heuss-Gemeinschaftsschule und der Verein Gleis 69 e.V.haben diesen Ort am 27. Januar weiterlesen…

Podcast zur jüdischen Geschichte des Robert Koch-Institutes

Das weltweit bekannte Robert Koch-Institut (RKI) schaut in diesem Jahr auf eine 130jährige Geschichte zurück, die auch ihre dunklen Seiten aufweist. Nach einer Reihe von Veröffentlichungen über die Zeit im Nationalsozialismus beginnt das RKI jetzt mit einem Podcast, der sich unter anderem dem Schicksal von jüdischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Institut widmet. Der Podcast stellt weiterlesen…

Die Bornplatz Synagoge und der Antisemitismus

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann setzt sich bewußt dem Verwurf des Antisemitismus aus. Im Tagesspiegel vom 14.01.2021 bezieht er Stellung gegen die Replik der Synagoge am Bornplatz. Dabei beschreibt der geborene Hamburger seine familiäre Bindungen an diese Synagoge. Vor seiner Emigration nach Palästina im benachbarten Grindelviertel aufgewachsen besuchte er hier mit seiner Familie die Gottesdienste. weiterlesen…

2020 – eine tour d´horizon

Jedes Jahr beginnt für uns mit dem Stolpersteinputzen in der Thomasiusstraße. Dort liegen 114 Stolpersteine und mahnen. Jedesmal findet sich am Holokaust-Gedenktag eine Gruppe von Menschen aus der Ev. Kirchengemeinde Tiergarten, der Ibn Rushd-Goethe Moschee-Gemeinde, der Initiative Thomasiusstraße und dem Verein Gleis 69 aus diesem Anlass zusammen. Danach lädt die Moschee-Gemeinde zu Tee und Keksen weiterlesen…

1699 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Interview mit Josef Schuster.

Im Interview der Woche unterhielt sich Christiane Florin vom Deutschlandfunk am 27.12.2020 mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster.Das Gespräch berührte ganz unterschiedliche Themen. So haben Juden während Chanukka in der Pandemiezeit ähnliche Einschränkungen bei der Religionsausübung erlebt wie Christen in der Advents- und Weihnachtszeit. Schmerzhaft aber unverzichtbar. Im Jüdischen Wertekanon weiterlesen…

Mit Himmlers Auschwitz-Erlass begann die Deportation der Sinti und Roma

Vom 16.12.1942 datiert Himmlers Auschwitz-Erlass, mit dem die Deportation der Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich nach Auschwitz begann. Dazu stellen Roma Trial und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas jetzt den Kurzfilm mit dem Titel »Die bringen nur die Verbrecher weg« vor, von Hamze Bytyçi und erzählt von Zilli Schmidt.Das Geschehen weiterlesen…

1970 – Willy Brandt in Warschau

Dieser wichtige Tag in der deutschen Geschichte jährt sich zum 50. Mal. An ihm überkreuzen sich viele historische Stränge: der verbecherische Angriffskrieg auf Polen, die planmäßige Ermordung des europäischen Judentums, die vollkommen veränderte politische Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg und damit ein Jahrzehnte langes belastetes Verhältnis zu den Nachbarn Deutschlands. Brandt tat ein Jahr nach weiterlesen…