Aktion 1005 – wie Mörder ihre Spuren zu verwischen suchten

In der Süddeutschen Zeitung vom 6. Januar 2019 schreibt René Schlott über das gerade erschienene Buch von Andrej Angrick: „Aktion 1005“ – Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945. Eine „geheime Reichssache“ im Spannungsfeld. In seiner Ausführlichkeit und durch den Umfang der benutzten Quellen wird es das Standardwerk für diese schreckliche Seite des Kulturbruchs im Dritten Reich werden. weiterlesen…

Entwicklung des Penicillin – Ernst Boris Chain. Wo ist seine Gedenktafel geblieben?

Wann immer über die Entdeckung des Penicillin als erstem modernen Antibiotikum berichtet und geschrieben wird, fällt der Name des schottischen Mikrobiologen Alexander Fleming. Er hatte 1928 aus der Beobachtung eines Zufallbefundes auf die bakterizide Wirkung des Schimmelpilzes Penicillium notatum geschlossen. Selten wird der Biochemiker Ernst Boris Chain erwähnt, der mit Howard Walter Florey gemeinsam das weiterlesen…

Vor 80 Jahren – Beginn der Kindertransporte – jüdische Kinder dürfen nach England reisen. – Jetzt erhalten die Überlebenden eine Entschädigung.

Am 1. Dezember 1938 startete der erste Kindertransport mit jüdischen Kindern nach England. Jüdische Familien hatten sich in ihrer Not von ihren Kindern in der Hoffnung getrennt, dann wenigstens sie vor der Bedrohung durch das NS-Regime in Sicherheit zu wissen. Dem waren intensive Verhandlungen hochrangiger jüdischer Vertreter und englischer Politiker vorausgegangen, bis Kinder im Alter weiterlesen…

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung – Ausstellung in der Gießener Universität

Die Universität Gießen erinnert in einer Ausstellung an den immer noch wenig bekannten Deportationsort Trostenez bei Minsk. Nachforschungen haben ergeben, daß 72 hessische Juden mit Beziehungen zu Gießen in den Vernichtungsort Trostenez deportiert worden sind. In den Jahren 1941/42 wurden 15.500 jüdische Menschen aus mehr als 250 hessischen Dörfern und Städten über die Sammellager Frankfurt, weiterlesen…

Kinder-KZ in Litzmannstadt

   Am 1. Dezember 1942 richtete die SS in Litzmannstadt – dem polnischen Lodz – ein Jugendverwahrlager ein. Man muss es realistisch als Kinder-KZ bezeichnen. Dorthin wurden auf Anordnung von Heydrich alle polnischen Kinder und Jugendlichen gebracht, die in den Augen der deutschen Besatzungsmacht in irgendeiner Hinsicht auffällig geworden waren. Sei es, daß sie sich weiterlesen…

Nach der Reichspogromnacht folgte die Ausplünderung der deutschen Juden

Nach der Reichspogromnacht trafen sich auf Einladung Görings in seiner Funktion als Reichsbeauftragter für den Vierjahresplan am 12. November 1938 im Reichsluftfahrtministerium über hundert Vertreter aus Wirtschaft, Partei und Regierung, um über die regelrechte Ausplünderung der deutschen Juden zu beraten und beschließen. Erschreckend ist für mich dabei die hier verwandte haßerfüllte, freche und entwürdigende Sprache. weiterlesen…

18. Oktober 1941 – Die erste Deportation von Berliner Juden

Mehrere 100 Menschen waren am 18. Oktober zu einer eindrücklichen Gedenkveranstaltung am „Gleis 17“  gekommen, um an die Deportationen von jüdischen Menschen zu erinnern und der Opfer zu gedenken. Am 18. Oktober 1941 war der erste Deportationszug vom Bahnhof Grunewald auf den Weg nach Osten geschickt worden, mit über 1000 Berliner Juden. Ziel war das weiterlesen…

Ausstellung 80 JAHRE REICHSPOGROMNACHT – SYNAGOGEN IN TIERGARTEN

Aus Anlaß des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht wollen wir an die drei Synagogen in Moabit und im Hansaviertel erinnern, an ihre Gemeinden und ihre Rabbiner. Mit dem Abriß der liberalen Synagoge Levetzowstraße 1955/1956 sind sie völlig aus dem Stadtbild verschwunden. Wir erinnern mit Fotos und Texten an sie. Die Ausstellung ist bis Ende Oktober in weiterlesen…

Erinnerung an den Aufstand in Sobibor 1943

Im diesem Oktober liegt der Aufstand im Vernichtungslager Sobibor 75 Jahre zurück. Da die Einsatzgruppen im Rußlandfeldzug nicht alle Juden ermordet hatten, sollte das mit der “Aktion Reinhardt” auf Befehl Himmlers im Juli 1942 nachgeholt werden. Dazu wurden systematisch alle Juden, derer man in Osteuropa habhaft werden konnte, in die Vernichtungslager Belzec, Sobibor und Treblinka weiterlesen…

Europäische Jugendliche auf jüdischem Friedhof in Budapest

Während der Besetzung Budapests durch die deutsche Wehrmacht von März 1944 bis zum Januar 1945 diente das alte jüdische Viertel für drei Monate als Ghetto. Rund 200 000 Juden mußten hier eingesperrt und eingepfercht leben. Ein Teil von ihnen wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet, ein Teil starb im Ghetto an Hunger und Krankheit. weiterlesen…