Geschichte instrumentalisiert? Dariusz Stola verläßt das Polin

Ein Jahr hat der polnische Kulturminister Dariusz Stola seine Zustimmung als zukünftigem Direktor des Polin verweigert. Jetzt besteht für diesen keine Möglichkeit mehr, seine erfolgreiche Tätigkeit an diesem Haus der jüdisch-polnischen Geschichte fortzusetzen. In einem Gespräch im Deutschlandfunk am 15.02.2020 wurde über diesen Vorgang berichtet. Die Stadt Warschau und das Jüdische Historische Institut hatten als weiterlesen…

Schweigemarsch für eine unabhängige polnische Justiz

Der Deutschlandfunk berichtet am am 12. Januar 2020 von einer beeindruckenden Solidaritätsdemonstration für die polnischen Richterinnen und Richter. Deren richterliche Unabhängigkeit ist durch ein Gesetz bedroht, dass die derzeitige polnische Regierung (PIS) mit ihrer parlamentarischen Mehrheit vorbereitet. Damit werden die Grundlagen der Demokratie in Polen, die Gewaltenteilung, in Frage gestellt. Richter und Richterinnen aus zahlreichen weiterlesen…

Juden in Posen/Poznan – die Neue Synagoge

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Posen/Poznan reicht weit zurück, im früheren Großpolen war sie eine Zeitlang die Bedeutendste im Land. Im 16. Jahrhundert stellt sie die Hälfte der Stadtbevölkerung. In der Folge ging ihr Bevölkerungsanteil allmählich zurück, gleichzeitig verkörperte sie aber immer einen erheblichen Teil Posens Wirtschaftskraft. Damit waren aber auch wiederkehrende Konflikte mit weiterlesen…

Blick über die Oder

In früherer West-Berliner Zeit war die mediale und persönliche Aufmerksamkeit überwiegend nach Westen gerichtet und endete in der Gegenrichtung oft schon an der Elbe bzw. an der Oder. Das hat sich erfreulicherweise nach der auch von Polen initiierten politischen Wende in Europa verändert. Trotzdem ist es oft nicht einfach, sich ein aktuelles Bild von der weiterlesen…

Denkmal oder Dokumentationszentrum – Erinnerung an polnische NS-Opfer

Seit einiger Zeit setzen sich honorige Menschen aus Politik und Kultur für ein Denkmal ein, dass an die Opfer Polens während der Besatzung durch die deutsche Wehrmacht erinnert. Florian Kellermann beschäftigt sich am 30. August 2019 im Deutschlandfunk mit der Frage, ob ein Denkmal nicht ein Schlußpunkt einer abgeschlossenen Geschichte darstelle und ob der jetzige weiterlesen…

“Stumme Zeugnisse 1939” – ein studentisches Projekt zum 1. September 1939

Der 1. September 1939, ein bedeutsames Datum nur für Eingeweihte? Nach den Erkenntnissen von Prof. Krakolewski (Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften) hat dieser Tag in Deutschland in der Erinnerung einen wesentlich geringeren Stellwert als in Polen. Polen verlor an diesem Tag ein weiteres Mal seine Unabhängigkeit. Es wurde von Anfang weiterlesen…

Mehr von Jakub Taubeles . . .

Das Interesse an Jakub Taubeles ließ uns nicht ruhen und so fanden wir in einer Ausgabe von Pharmacia, einem berufspolitischen Blatt für die Pharmazeuten Polens, im Jahrgang 2011 seinen Lebenslauf : Jakub Taubeles wurde am 5.05.1893 in Tarnow geboren. Er besuchte dort das Kaiserlich-königliche Gymnasium Nr.II und nach dem Abitur ab 1915 die Pharmazeutische Fakultät weiterlesen…

75 Jahre Warschauer Aufstand und sein hoher Preis

Am 1. August wird wieder des Warschauer Aufstandes 1944 gedacht, des heldenhaften Kampfes der Warschauer Bevölkerung und der AK-Einheiten (Armija Krajowa – Heimatarmee) gegen die SS und deutsche Wehrmacht. Ob die Entscheidung von der Warschauer AK-Leitung zum Aufstand gerechtfertigt und militärisch verantwortbar war, bleibt bis heute umstritten. Nach nüchterner Beurteilung war die Bewaffnung der polnischen weiterlesen…

“Galicjaner Sztetl” in Tarnow – und die Kehrseite

Gerade sind die XXIV. Tage der Erinnerung an die Galizischen Juden zu Ende gegangen, das “Galicjaner Sztetl” in Tarnow. Tarnow, eine Kreisstadt in Malopolska / Polen, ist eine ansehnliche Kleinstadt mit einer Altstadt, die von Gebäuden der Gotik und der Renaissance, aber auch Bauten aus dem 19. Jahrhundert geprägt ist.Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand fast weiterlesen…

Ein zufälliger Blick ….

Bei einem Besuch des jüdischen Friedhofs in Tarnow fiel zufällig mein Blick auf einen Grabstein aus schwarzem Marmor. Die Inschrift fesselte mich. … ich las dort Jakob Taubeles 15.06.1893 – 9.09.1969, bestes Großväterchen, Magister der Pharmacie, Teilnehmer des II.Weltkrieges, Offizier unter General Wladislaw Anders …. und vor meinem inneren Auge entfaltete sich ein Schicksal, daß weiterlesen…