
Am Kurfürstendamm 65 steht zur Zeit eine von 25 Litfaßsäulen in Berlin, die mit Plakaten an die Verfolgung der Berliner Jüdinnen und Juden erinnern. Heute trafen sich dort Bodo Ramelow, Vizepräsident des Deutschen Bundestags, und Günter Jeschonnek, der Initiator dieses Projektes, mit einer Gruppe der „Omas gegen rechts“.

am Kurfürstendamm. TAL
Das Treffen galt der Erinnerung an den Schauspielerstar Joachim Gottschalk und seiner Familie, an Felice Schragenheim sowie an den damaligen Chefarzt des Jüdischen Krankenhauses, Prof. Hermann Strauß und seiner Frau. Die verhaltene Musik eines Saxophons schirmte die Gruppe etwas gegen den Straßenlärm ab. Dabei kam ein intensives Gespräch über das Erinnern an die vertriebenen Juden aber auch über die politischen Erfahrungen des ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Ramelow im Umgang mit der AfD und rechtsradikalen Gruppen in Gang.

In diesem Gespräch konnten wir ebenfalls Herrn Ramelow anhand des Fotos vom Güterbahnhof Moabit die aktuelle Situation dort am Gleis 69 beschreiben. Wir berichteten ihm von unseren bisher vergeblichen Bemühungen mit einem Offenen Brief Herrn Schwarz als Eigentümer der historischen Deportationsrampe zur Restaurierung dieses stark gefährdeten Bauwerk zu bewegen. Herr Ramelow nahm dann interessiert einen entsprechenden Flyer entgegen.


red-