Von Moabit nach Galizien – ein Kreis schließt sich

Ist man im alten Galizien, der heutigen Woiwodschaft Podkarpacie / Polen, unterwegs, stößt man unweit der Städte Krosno und Jaslo unversehends immer wieder auf kleine Soldatenfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg. Die umliegenden Gemeinden kümmern sich regelmäßig um sie. So sind sie in einem gut gepflegten Zustand.

Nur durch Zufall stehen wir dann auch auf den Soldatenfriedhof Nr. 28 bei Jablonice und entdecken unter anderen die Gräber von Soldaten der Preußischen 2. und 4. Garderegimenter zu Fuß. Sie waren bei der Schlacht der Kaiserlichen Armee gemeinsam mit österreichisch-ungarischen Truppen gegen das russische Heer im Raum von Tarnow – Gorlice gefallen.

. . . . 4. Garderegiment zu Fuß – das waren doch die Moabiter Veilchen gewesen. Ihre Kaserne stand und steht noch heute in der Rathenower Straße in Moabit. Die Soldaten sind mit großer Wahrscheinlichkeit von den Militärgleisen des Güterbahnhof Moabit in den Krieg gefahren.
So schließt sich unverhofft ein Kreis. –

Auf dem Soldatenfriedhof Nr.29 bei Siepietnica

Eine Inschrift auf einem anderen kaum auffindbaren Friedhof in der Nähe hat mich die nächsten Tage begleitet.
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