Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – vor hundert Jahren ermordet

Am 15. Januar jährt sich der 100. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Ihr Schicksal und ihre politischen Ziele beschäftigen bis heute Historiker, Politiker, Medien und Parteien.

Die SPD ist damals eine Verbindung mit der am eigenen Machterhalt interessierten Oberen Heeresleitung und mit den rechtsradikalen Freikorps eingegangen. Diese Entscheidung belastet die SPD bis heute. In der Rückschau, wie sie in einem Beitrag des Deutschlandfunks angestellt wird, werden die Abläufe und das politische Gewicht des sogenannten Spartakusaufstandes klarer und besser bewertbar. Die Frankfurter Rundschau beschreibt in einem Gespräch mit dem Autor Klaus Gietinger die Geschehnisse im Einzelnen, die der Verhaftung von Liebknecht und Luxemburg in der Mannheimer Str. 27 in Wilmersdorf folgten – bis zu ihrer Ermordung.

Was diesen geschichtlichen Ereignissen immer wieder ihr Gewicht verleiht, ist die klare Spur, die sie vom November 1918 bis zur Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 aufzeigen. Diese Machtergreifung kam nicht aus dem Nichts heraus, sie hatte eine Vorgeschichte und viele Unterstützer, wie die Exponenten der Wirtschaft und die aus dem Kaiserreich übernommenen Machtstrukuren. Die Konturen dieser Konstellation lassen sich auch noch nach 1945 erkennen.

In einem weiteren Beitrag berichtet der Deutschlandfunk am 15.Januar 2019 über die Ereignisse vor hundert Jahren und zitiert dabei Zeugenaussagen der damaligen Zeit.

Gedenktafel für Rosa Luxemburg in ihrem Geburtsort Zamosc

Bis heute entzünden sich an der Person von Rosa Luxemburg Konflikte. So wurde offensichtlich zur Bestärkung eines neuen Geschichtsbildes eine Plakette von ihrem (vermuteten) Geburtshaus im polnischen Zamosc entfernt. Glücklicherweise gibt es für die Geschichte auch noch andere Zeugnisse.
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