Gegen Hass – überall

In den letzten Tagen wurde zunehmend diskutiert, wie der Hass Eingang in die Sprache des politischen Raumes und in die der sozialen Medien gefunden hat. Und inzwischen hat auch die Politik öffentlich eine Verbindung von hasserfüllten Äußerungen, wo auch immer sie fallen, zu den Anschlägen in Halle und Hanau hergestellt. Und sie will auch mit einem Gesetzesentwurf tatsächlich erste Konsequenzen ziehen. Hassäußerungen sollen unter Strafe gestellt werden. Sollten sie in den sozialen Netzwerken erfolgen, so sollen diese zur Information der Polizei verpflichtet werden.
Aber es gibt auch andere Schauplätze für Hass und verrohte Sprache, wie beispielsweise die Fußballstadien und Fußballplätze. Deshalb hat es jetzt die Deutsche Sportjugend als eine ihrer wichtigen Aufgaben erkannt, diese Entwicklung als Herausforderung zu betrachten und den Vereinen in der Jugendarbeit Hilfestellung und Anleitung zu geben.
Das öffentliche Kenntlichmachen von Hassreden und der damit verbundenen Geisteshaltung ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe. Diese Aufgabe auch im europäischen Raum wahrzunehmen, fordert nicht zuletzt der Philosoph Jürgen Habermas im aktuellen Heft des Leviathan.
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Jürgen Habermas in München 2007.
Fotograf Wolfram Huke. unter
CC BY-SA 3.0