Der letzte Ankläger der Nürnberger Prozesse

Im August 2019 berichtete der Deutschlandfunk über den letzten lebenden Ankläger Benjamin Ferencz, den seine Aufgabe bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen bis heute nicht losgelassen hat. Das Motto, für dessen Verwirklichung er ein Leben lang gearbeitet hat, lautete „Recht statt Krieg“. Als Kleinkind 1921 mit seinen Eltern aus Siebenbürgen in die USA geflohen schloss er dort weiterlesen…

Die Wittenberger Judensau

Nach dem Urteil des Landgericht Dessau-Roßlau im Mai 2019 ist das mediale Interesse an diesem Stein des Anstoßes mittlerweile wieder abgeebt. Die Argumente sind ausgetauscht. Trotz des Vorschlags des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung Herrn Klein die Abbildung ein Museum zu verbannen, wird sie jetzt erst einmal an ihrem angestammten Ort verbleiben. Herrn Wolffsohn kann man in weiterlesen…

Der kleine, alltägliche Rassismus

Gerd Appenzeller schreibt im Tagesspiegel vom 4. November 2019 über den kleinen, den alltäglichen Rassismus, der das Zusammenleben der Menschen vergiftet. Was geben diejenigen, die diese menschenfeindlichen Bemerkungen machen, über ihr eigenes Denken und Fühlen preis? Welche bedürftige und mit sich selbst unzufriedene Persönlichkeit wird da sichtbar? Braucht sie eher Hilfe oder eher Ausgrenzung? Kleine weiterlesen…

Nachdenken in Halle

Über einen Monat nach dem Anschlag in Halle ist die Gemeinde allmählich imstande über das Geschehen nachzudenken und die Erlebnisse auf sich zu beziehen. Rabbiner Elischa Portnoy ist Rabbiner hier und in Desssau. Gerade hat er in Dessau die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der dortigen Synagoge mitgestaltet. Besonders von den Älteren wird er um Rat weiterlesen…

Statt eines Denkmals ein Ort der Aufklärung

In der Diskussion um den Charakter eines Mahnmals, dass an die Opfer des verbrecherischen Angriffskriegs auf Deutschlands Nachbarn im Osten, insbesondere an Polen, erinnern soll, lehnt Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eine „Nationalisierung“ der Opfer ab. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten, fordert stattdessen einen Ort der Begegnung weiterlesen…

Nur Schweigen auf Kollhoffs „antisemitische Flaschenpost“?

Ulrike von Hirschhausen geht im Tagesspiegel vom 20.Oktober 2019 auf die Veröffentlichungen in Arch+ Heft 235 aus diesem Jahr ein. Auf den Hinweis, dass Kollhoff das Ezra Pound – Zitat : “ Bei Usura hat keiner ein Haus von gutem Werkstein. Die Quadern wohlbehauen, fugengerecht, dass die Stirnfläche sich zum Muster gliedert“ auf dem Walter-Benjamin-Platz weiterlesen…

Was tun?

Nach dem Anschlag von Halle stellt sich, wie schon so oft in den letzten Jahren und Monaten, die Frage, wie reagieren der Staat, die Zivilgesellschaft und jeder einzelne auf die scheinbar aus dem Nichts heraus aufbrechenden Hass- und Gewaltausbrüche. Einen Aspekt dazu beleuchtet das Interview mit Thomas Gabriel Rüdiger im Tagesspiegel vom 12.10.2019. Rüdiger ist weiterlesen…

Trauer, Empörung – und Hilflosigkeit

Zu der Solidaritätsdemonstration nach dem Anschlag in Halle waren am Sonntag auf dem Bebelplatz die unterschiedlichsten Menschen und Gruppen erschienen. Sie einte das Gefühl der Trauer, der Empörung – und der Hilflosigkeit. Das machten die unterschiedlichen Redner wie Mischa Ushakow von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und Antisemitismus oder weiterlesen…