Stadtspaziergänge

Dominikanerkloster St. Paulus

 

Neben den Synagogen und anderen jüdischen Institutionen interessieren uns Wohn- und Arbeitsorte jüdischer Mitmenschen, ihre Rolle im täglichen Leben der Nachbarschaft und des Bezirks vor, während und nach dem Dritten Reich , aber auch ihre zunehmend gewaltsame und staatlich scheinlegitimierte Ausgrenzung bis hin zum Holokaust. Daneben wollen wir auch das Verhalten der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Juden in Erinnerung rufen, das von Anfeindung über die Inbesitznahme von Wohnungen und Hausrat bis zum Teilen knapper Lebensmittel und dem Verstecken untergetauchter Menschen reichte.

Wir gehen den Deportationsweg der Juden und Jüdinnen vom Sammellager in der Synagoge Levetzowstraße quer durch Moabit bis zum Güterbahnhof nach, werden aber auch andere Orte aufsuchen, um uns an das damalige Leben unser vertriebenen und ermordeten Mitbürger zu erinnern.

Dabei denken wir daran, auf die persönlichen Erfahrungen alter Tiergartener zurückzugreifen und themenbezogene Veranstaltungen ( z.B. mit dem Schwerpunkt Medizin ) anzubieten.

In diesem Zusammenhang betreiben wir weitere Quellenforschung  und erstellen Unterlagen.

24. Februar 2018. – Nach unserem ersten Spaziergang stellen wir fest, daß eine Gruppe noch viel langsamer geht als ein schon betagter Mensch und daß auch die Informationsvermittlung mehr Zeit braucht als veranschlagt. Als Konsequenz werden wir kleinere, örtlich und thematisch konzentriertere Routen erarbeiten und anbieten.