Ausstellung HIER-DORT DAMALS-HEUTE

Eindrücke aus der Ausstellung
(Kuratorin Magdalena Zagorski)

 

Schülerinnen und Schüler entdecken den neuen Gedenkort am ehemaligen Güterbahnhof Moabit ( Verlängerung bis zum 12. April 2018 )

Dieser Gedenkort erinnert an die Deportation von 30 000 Jüdinnen und Juden vom größten Berliner Deportationsbahnhof zwischen 1942 und 1944. Die quälend lange Vorgeschichte dieses Gedenkortes zeichnet sich durch viele Ungereimtheiten in der Vergangenheit aus. So konnte man es in allen Berliner Tageszeitungen und in der Pressemappe des Bezirksamtes Mitte lesen –“Kunstwettbewerb ” Gedenkort Güterbahnhof Moabit”, die zur Anpflanzung der ersten Kiefer am ehemaligen Güterbahnhof Moabit erschien.

Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf vonraumlabor”- , ein kleiner Kiefernhain, wird jetzt an diesem Ort sichtbar und wirkt auf eine besondere Art versöhnend – trotz der unwirtlichen Lage zwischen Discounter, Baumarkt und Durchgangsstraße.

Einen Glücksfall stellte in diesem Zusammenhang das Schulprojekt dar, zu dem sich die daran Beteiligten anregen ließen. So dokumentierten SchülerInnen der Theodor Heuss-Gemeinschaftsschule seit Ende März die Realisierung des Gedenkortes, um mit den Bildern später eine Ausstellung zu erarbeiten. Der ausführende Gartenbaubetrieb Bauditz lud die SchülerInnen außerdem dazu ein, den Schutzanstrich bei den zwanzig Kiefern zu übernehmen. Trotz Regens waren die Jugendlichen am 4. Mai dabei, die Grundierung auf die Stämme der sechs bis sieben Meter hohen Kiefern aufzutragen. Nach zwei Wochen schlossen sie ihr Werk mit einem weißen Schlußanstrich ab.

Von allen Beteiligten, dem Entwurfsbüro, dem Gartenbaubetrieb und der Schule wurde dieses Projekt begrüßt und nach Kräften unterstützt. Aus den Fotos wurde jetzt unter anderem die Ausstellung HIER – DORT, DAMALS – HEUTE zusammengestellt. Die Ausstellung ist seit dem 8.November 2017 bis zum 12. April 2018 im Rathaus Tiergarten zu sehen.
Mittlerweile ist als neuer Verein GLEIS 69 in die Kooperation mit der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule eingestiegen. Wir haben die berechtigte Hoffnung, daß sich daraus mit der Schule interessante Folgeprojekte entwickeln lassen. Ideen dazu haben wir schon.