Nach der Reichspogromnacht folgte die Ausplünderung der deutschen Juden

Reichsluftfahrtministerium Dez.1938 – Bundesarchiv, Bild 146-1979-074-36A / Hagemann, Otto / CC-BY-SA 3.0

Nach der Reichspogromnacht trafen sich auf Einladung Görings in seiner Funktion als Reichsbeauftragter für den Vierjahresplan am 12. November 1938 im Reichsluftfahrtministerium über hundert Vertreter aus Wirtschaft, Partei und Regierung, um über die regelrechte Ausplünderung der deutschen Juden zu beraten und beschließen. Erschreckend ist für mich dabei die hier verwandte haßerfüllte, freche und entwürdigende Sprache. Den Beteiligten geht offensichtlich jegliches Unrechtsbewußtsein ab, und sie ziehen in keiner Weise in Betracht, für ihr Tun jemals zur Verantwortung gezogen zu werden.
Einer der Stenographen dieser Sitzung, Dr. Fritz Dörr,  übergab seinen Teil der Mitschrift nach dem Krieg dem amerikanischen Militär.
Prof. Wagner von der Martin-Luther-Universität Wittemberg-Halle hat dazu eine Zusammenfassung geschrieben.
Dem aufmerksamen Leser wird bald klar, dass als nächster Schritt nur noch die physische Vernichtung der Juden kommen konnte.
TOL-