Die allgemeine Diskriminierung

Im Tagesspiegel vom 4. Dezember 2019 erschien eine Buchbesprechung von Christoph Michael Piorkowski zur allgemeinen Diskriminierung. Dabei ging die Kulturwissenschaftlerin Heidrun Friese aus Anlaß der Ereignisse in Chemnitz August 2018 in dem Sammelband “Rassismus im Alltag – Theoretische und empirische Perspektiven nach Chemnitz” den Ursachen dafür nach. Sie beschreibt diese Ereignisse als progromhaft und als weiterlesen…

Gewalterfahrung im Kindesalter

Bei der Durchsicht von Zeitschriften bleibe ich in der Kinderärztlichen Praxis vom November 2019 an dem Artikel eines erfahrenen Kinderarztes, Prof. Hans Michael Straßburg, hängen. Er setzt Gewalterfahrung im Kindesalter mit der späteren Entwicklung der Persönlichkeit in Beziehung und mit dem daraus folgenden Verhalten. Unter diesem Aspekt appelliert er an Kinderärztinnen und Kinderärzte und alle, weiterlesen…

Rechtsruck ?

Diesem Artikel von Floris Biskamp im Tagesspiegel vom 16. November 2019 kann man weitgehend zustimmen. Er sucht nach dem Rechtsruck in der Einstellung der deutschen Gesellschaft und kann in aussagekräftigen Untersuchungen keine entsprechenden Hinweise dafür finden. Seit Jahren zeichnen sich circa fünf Prozent der Bevölkerung durch ein geschlossenenes, rechtsextremes Weltbild aus, rund zwanzig Prozent zeigen weiterlesen…

Der letzte Ankläger der Nürnberger Prozesse

Im August 2019 berichtete der Deutschlandfunk über den letzten lebenden Ankläger Benjamin Ferencz, den seine Aufgabe bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen bis heute nicht losgelassen hat. Das Motto, für dessen Verwirklichung er ein Leben lang gearbeitet hat, lautete “Recht statt Krieg”. Als Kleinkind 1921 mit seinen Eltern aus Siebenbürgen in die USA geflohen schloss er dort weiterlesen…

Die Wittenberger Judensau

Nach dem Urteil des Landgericht Dessau-Roßlau im Mai 2019 ist das mediale Interesse an diesem Stein des Anstoßes mittlerweile wieder abgeebt. Die Argumente sind ausgetauscht. Trotz des Vorschlags des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung Herrn Klein die Abbildung ein Museum zu verbannen, wird sie jetzt erst einmal an ihrem angestammten Ort verbleiben. Herrn Wolffsohn kann man in weiterlesen…

Der kleine, alltägliche Rassismus

Gerd Appenzeller schreibt im Tagesspiegel vom 4. November 2019 über den kleinen, den alltäglichen Rassismus, der das Zusammenleben der Menschen vergiftet. Was geben diejenigen, die diese menschenfeindlichen Bemerkungen machen, über ihr eigenes Denken und Fühlen preis? Welche bedürftige und mit sich selbst unzufriedene Persönlichkeit wird da sichtbar? Braucht sie eher Hilfe oder eher Ausgrenzung? Kleine weiterlesen…

Nachdenken in Halle

Über einen Monat nach dem Anschlag in Halle ist die Gemeinde allmählich imstande über das Geschehen nachzudenken und die Erlebnisse auf sich zu beziehen. Rabbiner Elischa Portnoy ist Rabbiner hier und in Desssau. Gerade hat er in Dessau die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der dortigen Synagoge mitgestaltet. Besonders von den Älteren wird er um Rat weiterlesen…

Statt eines Denkmals ein Ort der Aufklärung

In der Diskussion um den Charakter eines Mahnmals, dass an die Opfer des verbrecherischen Angriffskriegs auf Deutschlands Nachbarn im Osten, insbesondere an Polen, erinnern soll, lehnt Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eine “Nationalisierung” der Opfer ab. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten, fordert stattdessen einen Ort der Begegnung weiterlesen…

Nur Schweigen auf Kollhoffs “antisemitische Flaschenpost”?

Ulrike von Hirschhausen geht im Tagesspiegel vom 20.Oktober 2019 auf die Veröffentlichungen in Arch+ Heft 235 aus diesem Jahr ein. Auf den Hinweis, dass Kollhoff das Ezra Pound – Zitat : ” Bei Usura hat keiner ein Haus von gutem Werkstein. Die Quadern wohlbehauen, fugengerecht, dass die Stirnfläche sich zum Muster gliedert” auf dem Walter-Benjamin-Platz weiterlesen…