Beate und Serge Klarsfeld – ein bemerkenswertes deutsch-französisches Paar

In einem längeren Gespräch mit Beate und Serge Klarsfeld berichtete Jürgen König am 26.03.2020 im Deutschlandfunk über ihr Leben und Ihre jahrzehntelange gemeinsame Arbeit. Beate Klarsfeld stammte aus Berlin und war 1960 als Au Pair-Mädchen nach Paris gegangen. Dort lernte sie ihren Mann Serge Klarsfeld kennen. Er stammte aus einer jüdischen Familie aus Rumänien. Seine weiterlesen…

Curt Lutz – in Ungarn unvergessen

Im Deutschlandfunk erinnert heute Bert-Oliver Manig an den Schweizer Diplomaten Carl Lutz. Ursprünglich deutlich antisemitisch eingestellt änderte er im weiteren Leben seine Haltung und setzte sich 1944 bei der Verfolgung der Budapester Juden persönlich gegenüber Eichmann für deren Rettung ein. Durch die eigenmächtige Ausgabe von Schweizer Schutzpässen und ihre Unterbringung in Schutzhäusern der Schweizer Gesandschaft weiterlesen…

Pandemie in Israel und in der Diaspora

Wie Haaretz am 30.03.2020 berichtet, werden nicht nur jüdische Gäubige in Israel weiterhin auf ihre gewohnten Gottesdienste verzichten müssen, auch das Pessahfest wird in diesem Jahr in kleinstem Kreis gefeiert werden müssen. Gouverneur Cuomo von New York State hatte den wenigen noch offengehaltenen Gottesdienststätten, überwiegend Synagogen , angedroht hat, sie zwangsweise schließen zu lassen. Deshalb weiterlesen…

Wer bin ich?

Worin besteht jüdische Identität, fragt sich die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur im Tagesspiegel vom 9.02.2020 und knüpft mit dieser Frage an ihren gerade erschienenen Essay “Überlegungen zur Frage des Antisemitismus” an. Dabei verweist sie auf die Erfahrung von Amin Maalouf, einem frankolibanesischen Christen, der seine Identität als Summe vielfältiger Zugehörigkeiten begreift. Horvilleur findet in der weiterlesen…

Brauchen wir noch Stolpersteine?

Im Februar 2019 fand in Berlin die Tagung “Steine des Anstoßes oder normiertes Ritual. Zur Rolle des Stolperstein-Projekts in den Erinnerungskonflikten der Gegenwart” statt. Veranstalter waren die Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Jetzt liegt der Tagungsbericht vor. Beim Lesen werden mehrere Aspekte deutlich. Gunter Demnig hat mit der Gründung einer weiterlesen…

German Jewish History Award und der Gedenkort

Am 27. Januar 2020 wurden zum zwanzigsten Mal die German Jewish History Awards verliehen. Die Preisverleihung war Teil der Berliner Parlamentsveranstaltungen zum Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar. Die Obermayer-Stiftung aus den USA lobt diesen Preis jährlich für deutsche Bürgerinnen und Bürger aus, die sich für die Bewahrung jüdischer Geschichte engagieren und einen Beitrag zum jüdisch-deutschen weiterlesen…

Raoul Wallenberg – ein Mensch in der Unmenschlichkeit

Vor 75 Jahren wurde Raoul Wallenberg verhaftet. Er wollte sicher gehen, dass die geretteten Juden weiterhin geschützt blieben. Die Sowjets vermuteten in ihm einen amerikanischen Spion. Seine weiteren Lebensumstände und sein Tod bleiben bis heute ungeklärt. Mit beispielhaftem Mut und ohne Rücksicht auf seine eigene Person rettete er 1944 auf vielfältigste Weise ungarische Juden, manchmal weiterlesen…

Ein unerwartetes Echo

Seit dem 16. Januar 2020 ist die Ausstellung “Jüdische Ärzte und Apotheker in Tiergarten” geschlossen. Waren wir am Anfang noch skeptisch, ob die Ausstellung wie erhofft die Besucher ansprechen und die gewünschten Inhalte vermitteln kann, so hat uns schließlich der zahlreiche Besuch und der positive Zuspruch vom Gegenteil überzeugt. Schon bei der Vernissage studierten über weiterlesen…

Barrie Kosky – Jiddische Operettenlieder

Das war erst einmal die letzte Aufführung von “Farges mikh nit – Jiddische Operettenlieder” in der Komischen Oper Berlin. Seit 2015 war dieses Programm mit Barrie Kosky am Flügel und den Solistinnen Alma Sadé und Helene Schneiderman immer wieder zu hören. Mit Liedern überwiegend im New York der Zwanziger und Dreissiger Jahre geschrieben, mit Liedern, weiterlesen…